Metaplanet Aktie: Milliardenverlust überschattet Rekord
Ein operatives Feuerwerk trifft auf die harte Realität der Bilanzierungsregeln. Während Metaplanet im Geschäftsjahr 2025 seinen operativen Gewinn vervielfachte, riss eine gigantische Abschreibung auf den Bitcoin-Bestand ein tiefes Loch in die Bilanz. Gleichzeitig erhält die Unternehmensstrategie unerwartete Schützenhilfe aus der traditionellen japanischen Industrie.
Bestätigung aus der Old Economy
Trotz des jüngsten Preisdrucks am Kryptomarkt sieht CEO Simon Gerovich die langfristige Vision des Unternehmens bestätigt. Ende Februar kündigte Daido Limited, ein 1879 gegründetes Traditionsunternehmen, den Einstieg in Bitcoin an. Der Konzern plant den Kauf von Bitcoin im Wert von bis zu einer Milliarde Yen und bezeichnet das Asset als „digitales Gold“ zur Absicherung gegen Inflation und Yen-Abwertung.
Für Metaplanet ist dieser Schritt eines etablierten Industrieplayers ein wichtiges Signal: Die Akzeptanz von Bitcoin als Reservewährung weitet sich in Japan auch abseits von reinen Finanzakteuren aus.
Operativer Boom, bilanzielles Desaster
Die vorgelegten Jahreszahlen für 2025 offenbaren eine extreme Diskrepanz. Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um 738 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen nach oben. Noch stärker entwickelte sich der operative Gewinn, der um über 1.600 Prozent auf knapp 6,3 Milliarden Yen kletterte – primär getrieben durch Einnahmen aus dem aggressiven Optionshandel.
Unter dem Strich steht jedoch ein massiver Nettoverlust von über 95 Milliarden Yen. Ursache hierfür ist eine nicht zahlungswirksame Abschreibung von 102,2 Milliarden Yen (ca. 650 Millionen US-Dollar) auf den Bitcoin-Bestand. Da digitale Assets zum Marktwert bilanziert werden müssen, schlug der Kursrückgang von Spitzenwerten bei 125.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar zum Jahresende voll auf das Ergebnis durch.
Derzeit hält das Unternehmen 35.102 Bitcoin mit einem Durchschnittskaufpreis von rund 107.000 US-Dollar und ist damit weltweit der viertgrößte börsennotierte Halter der Kryptowährung.
Strategiewechsel bei der Finanzierung
Der Kursrutsch der Metaplanet-Aktie, die mittlerweile gut 80 Prozent unter ihren Höchstständen notiert, erzwingt ein Umdenken bei der Kapitalbeschaffung. Der Aufschlag zum Nettoinventarwert (NAV) ist von ehemals über 20x auf knapp 1x geschmolzen, was die Ausgabe klassischer Warrants unattraktiv macht.
Um die ambitionierten Ziele des „555 Million Plan“ – 100.000 Bitcoin bis Ende 2026 – dennoch zu finanzieren, setzt das Management nun verstärkt auf Vorzugsaktien („MERCURY“ und „MARS“). Allein die MERCURY-Emission spülte zuletzt 21,2 Milliarden Yen in die Kassen. Analysten reagieren jedoch verhalten auf die aktuelle Lage: Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel am 18. Februar von 6,00 auf 3,00 US-Dollar und verwies auf Margendruck.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz von 16 Milliarden Yen und einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen an. Investoren blicken nun auf den 19. Mai, wenn der nächste Quartalsbericht Aufschluss über den Start in das neue Jahr geben wird.
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