Die aggressive Krypto-Strategie des japanischen Unternehmens wandelt sich vom Hoffnungsträger zum Albtraum für Anleger. Während die Bitcoin-Kurse schwächeln, häufen sich bei Metaplanet gigantische Buchverluste an. Angesichts eines Kurssturzes von rund 80 Prozent seit den Sommerhochs stellt sich die bange Frage: Ist das aggressive Nachkaufen mutig oder der Anfang vom Ende?

Milliarden-Wette tief im Minus

Die nackten Zahlen offenbaren die prekäre Lage. Metaplanet hat sich als einer der größten Bitcoin-Wale Asiens positioniert und hält mittlerweile 30.823 BTC. Doch das Timing war alles andere als optimal: Der durchschnittliche Einstandspreis (Cost Basis) liegt bei schwindelerregenden 108.036 US-Dollar pro Bitcoin.

Da die Kryptowährung am Wochenende nur noch zwischen 87.000 und 91.000 Dollar handelte, sitzt das Unternehmen auf einem nicht realisierten Verlust von geschätzten 500 bis 640 Millionen US-Dollar. Diese massiven "Paper Losses" belasten die Bilanz schwer und haben das Vertrauen der Investoren erschüttert. Der Aktienkurs ist förmlich implodiert.

Alles auf eine Karte

Statt Risikobegrenzung wählt das Management die Flucht nach vorn. Trotz der tiefroten Zahlen wurde ein neuer Kredit über 130 Millionen US-Dollar aufgenommen, um weitere Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Es ist der klassische Versuch, den durchschnittlichen Einkaufspreis durch Zukäufe auf niedrigerem Niveau zu drücken – eine Strategie mit extremem Hebel-Risiko.

Die Details der Finanzierung verdeutlichen die Abhängigkeit vom Krypto-Markt:
* Kredithöhe: 130 Millionen Dollar (Teil einer 500-Millionen-Kreditlinie)
* Besicherung: Vollständig durch bestehende Bitcoin-Reserven gedeckt
* Verwendungszweck: Direkter Kauf weiterer Bitcoins und Optionsgeschäfte zur Einnahmengerierung

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?

Anleger ziehen die Reißleine

Am Markt herrscht Ernüchterung. Zwar konnte sich die Metaplanet-Aktie am Freitag leicht auf rund 400 Yen erholen, doch die Bewertung folgt inzwischen fast mechanisch dem Bitcoin-Kurs. Das Verhältnis von Börsenwert zu Nettoinventarwert (NAV) liegt wieder bei 1,0x. Das bedeutet im Klartext: Anleger bewerten das operative Geschäft mit null und sehen das Unternehmen nur noch als reines Bitcoin-Holding-Vehikel.

Tag der Entscheidung naht

Investoren blicken nun nervös auf Mitte Dezember. Die Zinsentscheidung der Bank of Japan am 18. Dezember dürfte den Yen-Dollar-Wechselkurse und damit den bilanziellen Wert der Bitcoin-Assets massiv beeinflussen. Zudem sollen Aktionäre Ende des Monats über die Ausgabe von Class-B-Aktien abstimmen, um weitere 150 Millionen Dollar einzusammeln.

Metaplanet bleibt damit eine hochspekulative, gehebelte Wette auf den Bitcoin-Preis. Solange die Kryptowährung nicht signifikant über die Gewinnschwelle von 108.000 Dollar steigt, bleibt die Aktie ein Pulverfass.

Anzeige

Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:

Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...