Metaplanet Aktie: Dividende geplant
Metaplanet liefert für das Geschäftsjahr 2026 erstmals einen konkreten Ausblick – und legt zusätzlich einen Quartalsdividenden-Plan für Vorzugsaktionäre vor. Genau diese Mischung aus Guidance und „Cash-Return“-Signal gab der Aktie in dieser Woche Rückenwind. Gleichzeitig bleibt der Elefant im Raum: hohe, noch nicht realisierte Verluste auf die Bitcoin-Bestände.
Zahlen: Operativ stark, unterm Strich tiefrot
Im Geschäftsjahr 2025 meldete Metaplanet einen Umsatz von ¥8.905 Mio. Das entspricht einem Plus von 738% gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn sprang auf ¥6.287 Mio. (+1.694%). Treiber waren laut Berichten vor allem Prämieneinnahmen aus dem Schreiben von Bitcoin-Optionen, die rund 95% der Erlöse ausgemacht haben sollen.
Unter dem Strich kippte das Bild jedoch komplett. Metaplanet wies einen Nettoverlust von ¥95.046 Mio. aus. Ursache war ein nicht zahlungswirksamer Bewertungsverlust von ¥102,2 Mrd. auf die Bitcoin-Bestände – ausgelöst durch japanische Mark-to-Market-Regeln. Im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn von ¥4,4 Mrd.
Ausblick 2026 und Vorzugsdividende
Für das bis zum 31. März 2026 laufende Jahr stellt das Unternehmen auf Konzernebene ¥16.000 Mio. Umsatz und ¥11.400 Mio. operativen Gewinn in Aussicht – grob jeweils rund 80% Wachstum. Parallel skizzierte Metaplanet quartalsweise Dividendenzahlungen für seine Class-B-Vorzugsaktien. Nach diesen Ankündigungen stieg die Aktie laut Bericht um 6,1%.
Die Vorzugsstruktur läuft über Instrumente, die Metaplanet „MERCURY“ und „MARS“ nennt. Das Vorgehen erinnert an das Modell der US-Gesellschaft Strategy (früher MicroStrategy), die ebenfalls mit ähnlichen Wertpapieren arbeitet. Für „MERCURY“ wurde eine Platzierung von 23,6 Mio. Aktien bzw. ¥21,2 Mrd. via Drittzuteilung genannt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?
Kritik am Modell, Bewertung unter Druck
CEO Simon Gerovich wies zuletzt öffentliche Vorwürfe zurück, es gebe nicht offengelegte Kredite gegen Bitcoin-Bestände oder Governance-Probleme. Laut Bericht sind Wallet-Adressen öffentlich einsehbar, zudem existiert ein Live-Dashboard, das die Bestände in Echtzeit zeigen soll.
Zum 31. Dezember 2025 hielt Metaplanet 35.102 Bitcoin und war damit laut Datenauswertung der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit (hinter Strategy, MARA Holdings und Twenty One Capital). Gleichzeitig wird von nicht realisierten Bitcoin-Verlusten von über 1,2 Mrd. US-Dollar gesprochen; als durchschnittlicher Kaufpreis wurden rund 107.000 US-Dollar pro Bitcoin genannt.
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor: Die mNAV-Prämie (Börsenwert im Verhältnis zum Nettoinventarwert der Bitcoin-Bestände) ist laut Analyse auf knapp über 1x zusammengeschrumpft – nach Werten von über 10x Anfang 2025 und über 20x im Jahr 2024. Die Aktie liegt zudem mehr als 80% unter früheren Hochs; die 52-Wochen-Spanne wurde mit ¥284 bis ¥1.930 angegeben.
Dieses Umfeld trifft auch das Finanzierungskonzept. Laut Analyse funktionieren „Moving Strike Warrants“ als zentrales Fundraising-Werkzeug vor allem dann, wenn die Aktie höher notiert und die mNAV klar über 1x liegt. Weil beides aktuell angespannt ist, setzt Metaplanet stärker auf dauerhafte Vorzugsaktien-Emissionen, um Kapital für weitere Bitcoin-Käufe zu beschaffen. Ende Januar sammelte das Unternehmen auf diesem Weg laut Berichten rund 137 Mio. US-Dollar über eine Drittzuteilung ein.
Die nächsten Zahlen sind bereits terminiert: Der nächste Ergebnisbericht wird für den 19. Mai erwartet.
Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








