Die Palantir-Aktie gerät unter Druck. Mitgründer Peter Thiel will sich von einem Aktienpaket im Wert von 280 Millionen Dollar trennen – während die Papiere ohnehin schon schwächeln. Im vorbörslichen Handel am Dienstag sackte der Titel um 3,6 Prozent auf 140 Dollar ab.

Thiel plant den Verkauf von 2 Millionen Aktien, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Der Verkauf ist Teil eines bereits im November 2025 vereinbarten Handelsplans und kommt damit nicht vollkommen überraschend. Dennoch: Die Nachricht trifft auf einen Markt, der ohnehin nervös ist. Thiel bleibt nach dem Verkauf weiterhin einer der fünf größten Aktionäre des KI-Spezialisten.

Schwieriges Jahr für die Aktie

Seit Jahresbeginn hat die Palantir-Aktie bereits mehr als 18 Prozent an Wert verloren. Das ist besonders bitter nach dem spektakulären Kursanstieg von über 135 Prozent im Jahr 2025. Die hohe Volatilität des Tech-Titels zeigt sich einmal mehr deutlich. Aktuell notiert die Aktie bei 145,17 Dollar – rund 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 207,52 Dollar.

Die Kursschwäche fügt sich in ein insgesamt schwieriges Marktumfeld ein. Am Montag gerieten globale Aktienmärkte unter Druck, nachdem die USA und Israel am Wochenende militärische Angriffe auf Ziele im Iran gestartet hatten. Der Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen auf Israel und andere Länder der Region. Die geopolitischen Spannungen verstärken die Risikoaversion unter Investoren.

Rosenblatt setzt auf Kriegsnachfrage

Während die Aktie schwächelt, gibt es auch positive Stimmen. Die Investmentbank Rosenblatt Securities hob ihr Kursziel für Palantir deutlich von 150 auf 200 Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Begründung: Globale Instabilität und die steigende Nachfrage nach Lösungen für Kriegsszenarien.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Analyst John McPeake verweist auf eine bemerkenswerte Entwicklung: Am 27. Februar 2026 ordnete die US-Regierung allen Behörden an, die KI-Technologien von Anthropic nicht mehr zu verwenden – einen Tag nachdem Anthropic erklärt hatte, seine Modelle sollten nicht in vollautonomen Waffensystemen eingesetzt werden. Am 28. Februar begann die "Operation Epic Fury". Die Regierung setzte eine sechsmonatige Auslaufphase für Anthropics große Sprachmodelle fest.

Rosenblatt erwartet, dass der Nahostkonflikt die Stärke von Palantirs Lösungen im Vergleich zu eigenständigen Sprachmodellen verdeutlichen wird. Die Investmentbank rechnet mit konsolidierten Verträgen ähnlich dem Deal mit der US-Armee vom Juli 2025, bei dem 75 separate Verträge in einem einzigen Palantir-Vertrag gebündelt wurden.

Das neue Kursziel basiert auf einem Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 1,2 – berechnet auf Basis des 88-fachen der geschätzten Gewinne je Aktie für 2027. Rosenblatt hält damit an seinen branchenweit höchsten Schätzungen für Palantirs Finanzergebnisse 2027 fest. Allerdings handelt die Aktie aktuell bereits zu einem KGV von 230, was selbst nach Einschätzung von InvestingPro eine Überbewertung darstellt.

Starke Zahlen zum Jahresabschluss

Immerhin: Operativ läuft es bei Palantir rund. Das Unternehmen beendete 2025 mit einem starken vierten Quartal. Der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,25 Dollar – ebenfalls über der Konsensschätzung von 0,23 Dollar.

Die Frage bleibt: Kann die operative Stärke die aktuellen Belastungen ausgleichen? Thiels Verkauf, die hohe Bewertung und das schwierige Marktumfeld setzen dem Titel zu. Die Kriegsnachfrage könnte mittelfristig tatsächlich zum Kurstreiber werden – doch kurzfristig dürfte die Aktie volatil bleiben.

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...