SAP liefert solide Zahlen, hat ein milliardenschweres Rückkaufprogramm angekündigt und steigert die Cloud-Erlöse deutlich. Trotzdem dümpelt die Aktie nahe ihrem Jahrestief. Heute tritt Vorstand Muhammad Alam auf der Morgan Stanley Konferenz auf – Investoren erwarten endlich klare Antworten zur KI-Monetarisierung.

Cloud wächst, Börse bleibt skeptisch

Die Geschäftszahlen für 2025 können sich sehen lassen: Der Cloud-Umsatz legte um 26 Prozent zu, das IFRS-Betriebsergebnis verdoppelte sich nahezu auf 9,83 Milliarden Euro. Für 2026 peilt SAP Cloud-Erlöse von bis zu 26,2 Milliarden Euro an, der Free Cashflow soll rund 10 Milliarden Euro erreichen.

Doch die Börse honoriert das Wachstum nicht. Die Aktie notiert bei 162 Euro und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 159,60 Euro. Zum Juni-Hoch bei 273,55 Euro fehlen mehr als 40 Prozent. Der Grund: Im vierten Quartal enttäuschte der Cloud-Auftragsbestand die Erwartungen. Seither zweifeln Anleger, ob SAP im KI-Wettlauf mit Microsoft, Oracle und Salesforce mithalten kann.

Rückkäufe und Dividende als Vertrauenssignal

SAP versucht gegenzusteuern. Das Unternehmen kündigte ein zweijähriges Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro an. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlägt der Vorstand eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor. Beides soll signalisieren: Wir glauben an unsere Strategie und unsere Profitabilität.

Parallel investiert SAP in neue Geschäftsfelder. Der Deal mit Avelios Medical bereitet den Ausstieg aus dem klassischen Krankenhaus-IT-Geschäft vor. Das cloud-native System von Avelios läuft auf der SAP Business Technology Platform und nutzt deren KI-Services. Als Referenzprojekt dient die Cloud-Migration des FC Bayern München – über 9,5 Millionen Fan-Datensätze laufen nun mit 99,9 Prozent Verfügbarkeit in der SAP-Cloud.

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Regulatorische Unsicherheit belastet

Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt das im September 2025 eingeleitete förmliche Verfahren der Europäischen Kommission. SAP betont zwar sein Bekenntnis zu fairem Wettbewerb, doch das Verfahren schwebt als Unsicherheitsfaktor über dem Konzern.

Konferenz-Auftritt und Q1-Zahlen entscheidend

Muhammad Alam, Vorstand für Product & Engineering, nimmt heute ab 16:00 Uhr am Fireside Chat der Morgan Stanley Konferenz teil. Investoren erwarten substanzielle Aussagen zur Cloud-Roadmap und konkrete Belege, wie SAP KI-Funktionen zu Geld macht. Versprechen allein reichen nicht mehr – der Markt will operative Beweise.

Am 23. April folgt der nächste Prüfstein mit den Q1-Zahlen. Spätestens dann muss SAP zeigen, dass die 2026er-Ziele nicht nur ambitioniert, sondern auch realistisch sind.

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