Metaplanet legt heute im frühen Handel deutlich zu. Auslöser ist eine prominente Kaufempfehlung von BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes, flankiert von einem erneuten Ausbruch des Bitcoin-Kurses. Damit rückt die japanische Gesellschaft einmal mehr als Hebelspiel auf die Leitwährung des Kryptomarkts in den Fokus.

Arthur Hayes setzt auf Metaplanet

Hayes stellte heute seine neue Marktanalyse „Frowny Cloud“ vor und skizzierte darin seine Strategie für das erste Quartal 2026. Kern des Ansatzes: Long-Positionen in MicroStrategy (MSTR) und Metaplanet (Ticker: 3350).

Er beschreibt beide Aktien als faktisch gehebelte Vehikel, um an einem Bitcoin-Aufschwung überproportional zu partizipieren. Aus seiner Sicht bietet Metaplanet eine hochvolatile, „high beta“-Exponierung gegenüber Bitcoin, die den Coin in starken Aufwärtsphasen sogar übertreffen kann.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Metaplanet war heute Morgen das meistgesuchte Wertpapier in der Kategorie Finanzdienstleistungen auf wallstreet-online. Auf Tradegate notierten die Aktien gegen 8:34 Uhr bei 3,24 Euro, ein Plus von 6,93 %.

Parallel dazu setzte auch der zugrunde liegende Basiswert ein Ausrufezeichen:

  • Bitcoin überschreitet die Marke von 95.000 US-Dollar
  • Zwischenzeitliches Hoch bei rund 96.500 US-Dollar
  • Tagesplus von 4,65 %
  • Laut CoinGlass wurden in 24 Stunden Short-Positionen von 269,21 Mio. US-Dollar liquidiert

Marktbeobachter führen den Anstieg auf frische Spot-Käufe und eine Welle von Eindeckungen auf der Short-Seite zurück – ein Umfeld, von dem Bitcoin-Hebelwerte wie Metaplanet besonders profitieren.

Vom Hotelbetreiber zum Bitcoin-Treasury

Die enge Kopplung an Bitcoin ist das Ergebnis eines radikalen Strategiewechsels. Nach dem Vorbild von MicroStrategy hat Metaplanet das frühere Hotelgeschäft aufgegeben und sich zu einer reinen Bitcoin-Treasury-Gesellschaft gewandelt.

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Jüngste Daten unterstreichen die Offensive: Allein im vierten Quartal 2025 erwarb das Unternehmen 4.279 BTC. Finanziert wurden die Käufe durch operative Mittel und Kapitalmarkttransaktionen.

Das Management verfolgt ein klares Ziel: Bis 2027 soll rund 1 % des gesamten Bitcoin-Angebots – etwa 210.000 BTC – in die eigene Bilanz übergehen. Damit würde sich Metaplanet in eine sehr kleine Gruppe von Unternehmen einreihen, zu der auch Strive und die jüngst von Strive übernommene Semler gehören, die digitale Assets direkt als Bilanzposition führen.

Die Chancen und Risiken dieses Modells sind derzeit ein zentrales Thema auf der „Bitcoin Treasuries Digital Conference“, die in diesem Monat stattfindet. Führungskräfte von Metaplanet treten dort gemeinsam mit Vertretern von MicroStrategy als Hauptredner auf.

Regulierter Hebel auf Krypto

Die positive Kursreaktion auf den Hayes-Kommentar zeigt, wie groß die Nachfrage nach regulierten Aktienvehikeln für Krypto-Exposure inzwischen ist. Zwar ziehen Spot-ETFs weiter Kapital an – am 13. Januar flossen laut Marktangaben 754 Mio. US-Dollar zu –, doch Investoren wie Hayes suchen zusätzlich nach Betas mit Hebelwirkung.

Operative Gesellschaften wie Metaplanet können zur Bitcoin-Finanzierung Fremd- oder Eigenkapital aufnehmen und so ihre Positionen ausbauen. Das unterscheidet sie fundamental von passiven ETFs und verstärkt den spekulativen Charakter der Anlage.

Blick auf Bitcoin-Marke von 100.000 US-Dollar

Kurzfristig bleibt der technische Verlauf der Metaplanet-Aktie eng an den Bitcoin-Kurs und den möglichen Anlauf auf die 100.000-US-Dollar-Marke gekoppelt. Sentiment-Daten von Plattformen wie Santiment verweisen bereits auf zunehmendes „Retail FOMO“ – also wachsende Angst privater Anleger, eine Rally zu verpassen –, je näher Bitcoin den sechsstelligen Bereich ansteuert.

Bitwise-CIO Matt Hougan hält eine „parabolische Bewegung“ für möglich, die er mit historischen Goldphasen vergleicht. In einem solchen Szenario wäre für Metaplanet mit anhaltend hoher Volatilität und weiter steigenden Handelsumsätzen zu rechnen.

Für die nächsten Wochen stehen vor allem zwei Punkte im Fokus: die Fortschritte bei den eigenen Bitcoin-Akkumulationszielen bis 2027 und mögliche neue Finanzierungsrunden zur Erweiterung der Bestände. Mit der öffentlichen Unterstützung durch Arthur Hayes als „Top-Pick“ für das erste Quartal hat sich Metaplanet vorerst als wichtiges Vehikel für aggressive Krypto-Equity-Strategien in Asien und darüber hinaus positioniert.

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