Fortescue steht vor einer entscheidenden Woche. Während die Anleger gespannt auf die Halbjahreszahlen am kommenden Mittwoch warten, rückt gleichzeitig die strategische Neuausrichtung des australischen Bergbau-Riesen in den Fokus. In einem Umfeld volatiler Rohstoffpreise muss das Unternehmen nun beweisen, dass der eingeschlagene Kurs zwischen Expansion und Klimaschutz aufgeht.

Die Zahlen im Fokus

Die Marktbedingungen für Eisenerz-Produzenten haben sich zuletzt erschwert. Der Preis für die Benchmark-Sorte (62 % Gehalt) notiert aktuell bei rund 99,61 US-Dollar pro Tonne und damit unter wichtigen psychologischen Marken. Vor diesem Hintergrund wird die Präsentation der Finanzergebnisse am 25. Februar zeigen, wie effizient Fortescue derzeit operiert.

Interessant ist dabei der Blick auf die Bewertung: Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13 wird die Aktie deutlich niedriger gehandelt als der Branchendurchschnitt von über 24. Wird die Neuausrichtung ausreichen, um diese Bewertungslücke zur Konkurrenz langfristig zu schließen? Der jüngste Kursverlauf spiegelt die Skepsis wider, da das Papier in den vergangenen 30 Tagen knapp acht Prozent an Wert verlor und am Freitag bei 11,94 Euro aus dem Handel ging.

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Projekt Wyloo North vor Meilenstein

Ein zentraler Baustein für die künftige Produktion ist das Projekt "Wyloo North" in der australischen Pilbara-Region. Fortescue plant dort eine jährliche Förderkapazität von 12 Millionen Tonnen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Frist für öffentliche Stellungnahmen bei der zuständigen Umweltschutzbehörde endet am 24. Februar – also unmittelbar vor der Veröffentlichung der Bilanzzahlen.

Das Projekt steht beispielhaft für den Spagat des Konzerns. Während die Kapazitäten ausgebaut werden, liegt die geschätzte jährliche Emission für diesen Standort bei über 52.000 Tonnen CO2. Das Management hat daher die Prioritäten verschoben: Die Dekarbonisierung der eigenen Minenstandorte hat nun Vorrang vor riskanten externen Wasserstoff-Exportprojekten.

Strategiewechsel beim Klimaschutz

Ein konkreter Fortschritt bei dieser "Real Zero"-Initiative ist die Inbetriebnahme neuer batterieelektrischer Lokomotiven. Durch den Einsatz dieser Technik will das Unternehmen den Dieselverbrauch um etwa eine Million Liter pro Jahr senken. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 alle terrestrischen Emissionen im australischen Eisenerzgeschäft ohne den Zukauf von CO2-Zertifikaten zu eliminieren.

Die kommenden Tage sind für Fortescue-Anleger von zentraler Bedeutung. Am Dienstag endet die Frist für das wichtige Wyloo-North-Projekt, bevor am Mittwoch die Halbjahreszahlen detaillierten Einblick in die operative Verfassung geben. Diese Ereignisse werden maßgeblich darüber entscheiden, ob die Aktie ihren seit Jahresbeginn anhaltenden Abwärtstrend stoppen kann.

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