Die Ungewissheit hat ein Ende. Nachdem der Indexanbieter MSCI bestätigt hat, Unternehmen mit großen Bitcoin-Beständen vorerst nicht aus seinen globalen Indizes zu verbannen, atmen Investoren bei Metaplanet auf. Der japanische Bitcoin-Treasury-Spezialist setzt seinen jüngsten Höhenflug fort, doch ist die Gefahr für die Zukunft damit endgültig gebannt?

Index-Verbleib treibt Bewertung

Der Auslöser für den anhaltenden Kursanstieg war die Ankündigung von MSCI am Dienstagabend, Firmen, die Kryptowährungen in ihrer Bilanz horten, weiterhin in den Benchmark-Indizes zu führen. Diese Entscheidung beendete eine monatelange Hängepartie, die weltweit auf den Aktienkursen von sogenannten Bitcoin-Treasury-Unternehmen gelastet hatte.

Die Erleichterung spiegelt sich deutlich in der Bewertung wider. Das Verhältnis von Marktkapitalisierung zum Nettoinventarwert (mNAV) stieg auf etwa 1,25 – den höchsten Stand seit der Liquidationskrise im Oktober 2025. Damit handelt die Aktie nun mit einem Aufschlag von 25 Prozent auf den Wert ihrer Bitcoin-Bestände. Am Mittwoch kletterte das Papier in Tokio um weitere 4 Prozent auf 531 Yen, nachdem es bereits am Vortag bei extrem hohem Handelsvolumen über 15 Prozent zugelegt hatte.

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Bitcoin-Bestände und Ertragsstrategie

Metaplanet festigt damit seine Position als viertgrößter börsennotierter Bitcoin-Halter weltweit. Das Unternehmen hält aktuell 35.102 BTC im Wert von rund 3,78 Milliarden Dollar. Zuletzt erwarb die Firma Ende Dezember weitere 4.279 Coins zu einem Durchschnittspreis von 105.412 Dollar.

Interessant für Anleger ist dabei nicht nur der reine Bestand, sondern dessen Monetarisierung. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Metaplanet rund 55 Millionen Dollar Umsatz durch Optionsstrategien, Lending-Protokolle und Carry Trades. Die Einnahmen aus diesem Segment wuchsen im Jahresverlauf dynamisch und stiegen von rund 4,3 Millionen Dollar im vierten Quartal 2024 auf etwa 26,5 Millionen Dollar im Abschlussquartal 2025.

Risiken nur vertagt?

Trotz der aktuellen Euphorie sollten Anleger die Situation differenziert betrachten. MSCI hat zwar das unmittelbare Ausschlussrisiko beseitigt, kündigte jedoch gleichzeitig eine breitere Konsultation zu "nicht-operativen" und investitionsorientierten Unternehmen an. Das regulatorische und indexbezogene Risiko ist damit eher aufgeschoben als vollständig eliminiert. Auch der US-Wettbewerber Strategy (ehemals MicroStrategy) reagierte positiv auf die Nachrichten und legte im vorbörslichen Handel um rund 5 Prozent zu.

Die Metaplanet-Aktie hat sich von ihren Tiefstständen im November mittlerweile um über 56 Prozent erholt. Der Fokus richtet sich nun auf den ambitionierten "555 Millionen Plan", mit dem bis 2027 insgesamt 210.000 Bitcoin akquiriert werden sollen – das entspräche 1 Prozent der gesamten Bitcoin-Menge. Investoren werden genau beobachten, ob das Unternehmen dieses aggressive Kauftempo beibehalten kann und welche Ergebnisse die angekündigte MSCI-Konsultation bringt.

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