Für den Facebook-Mutterkonzern beginnt eine Woche der Wahrheit, die es in sich hat. Gleich an drei Fronten muss sich der Tech-Gigant verteidigen: Während in den USA schwere Vorwürfe zur Kindersicherheit vor Gericht verhandelt werden, schaltet sich in Brüssel die EU-Kommission wegen wettbewerbswidriger Praktiken bei WhatsApp ein. Die Anleger reagieren nervös auf diese geballte Ladung an juristischem Gegenwind, der das Image und die strategische Ausrichtung des Konzerns bedroht.

Schwere Vorwürfe in den USA

In den Vereinigten Staaten sieht sich Meta mit zwei parallelen Zivilprozessen konfrontiert, die das Potenzial haben, die Sicherheitsstandards der Branche neu zu definieren. In New Mexico begannen am Montag die Eröffnungsplädoyers einer Klage, die Generalstaatsanwalt Raúl Torrez angestrengt hat. Der Vorwurf wiegt schwer: Meta habe versäumt, Kinder auf Facebook und Instagram vor sexueller Ausbeutung und Menschenhandel zu schützen. Die Anklage stützt sich unter anderem auf verdeckte Ermittlungen mit gefälschten Profilen Minderjähriger. Torrez fordert nicht nur finanzielle Strafen, sondern tiefgreifende Änderungen am Produktdesign der Plattformen.

Zeitgleich startete in Los Angeles ein weiterer Prozess. Hier klagen Betroffene, die Meta vorwerfen, bekannte psychische Risiken für junge Nutzer verschwiegen zu haben. Die Brisanz dieses Verfahrens wird durch die prominente Zeugenliste unterstrichen: Instagram-Chef Adam Mosseri soll bereits am Mittwoch aussagen, CEO Mark Zuckerberg wird in der kommenden Woche im Zeugenstand erwartet.

Ärger mit der EU-Kommission

Als wäre der juristische Druck aus den USA nicht genug, eröffnet die Europäische Union eine weitere Front. Die EU-Kommission kündigte an, einstweilige Maßnahmen gegen Meta zu prüfen. Im Fokus steht die KI-Strategie bei WhatsApp. Meta hatte die Nutzungsbedingungen für seine Business-Lösungen so angepasst, dass KI-Assistenten von Drittanbietern faktisch ausgesperrt wurden.

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Die Wettbewerbshüter sehen darin einen möglichen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung. Ziel der EU ist es, Meta zu zwingen, diese Einschränkung rückgängig zu machen, solange die kartellrechtliche Untersuchung läuft. Ein Unternehmenssprecher verteidigte das Vorgehen und verwies auf die zahlreichen alternativen Vertriebswege für KI-Anwendungen, doch die Regulierungsbehörden scheinen entschlossen, hier ein Exempel zu statuieren.

Die finanzielle Lage

Diese negativen Schlagzeilen treffen auf ein ohnehin angespanntes Marktumfeld im Technologiesektor. Die Meta-Aktie spiegelt die Unsicherheit wider und verlor auf Wochensicht gut 3 Prozent an Wert, womit sie aktuell bei rund 677 US-Dollar notiert. Zwar konnte das Unternehmen zuletzt mit einem Umsatzwachstum von 24 Prozent überzeugen, doch die immensen Ausgabenpläne für die Zukunft drückten zuletzt auf die Stimmung.

Für das Jahr 2026 plant Meta Investitionen (CapEx) zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar – ein massiver Anstieg gegenüber den Vorjahren. Diese Kombination aus explodierenden Kosten für die KI-Infrastruktur und gleichzeitig steigenden Rechtsrisiken sorgt bei Investoren für Zurückhaltung. Die kommenden Aussagen der Konzernführung vor Gericht dürften daher nicht nur juristisch, sondern auch für den Kursverlauf der nächsten Tage entscheidend sein.

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