Die EU-Kommission geht auf Konfrontationskurs mit Meta. Der Vorwurf aus Brüssel: Der Tech-Konzern missbraucht seine Marktmacht bei WhatsApp, um Konkurrenten im KI-Geschäft auszubooten. Die Behörde erwägt nun einstweilige Maßnahmen – und das schnell.

Was Meta vorgeworfen wird

Der Kern der Anschuldigung: Meta hat im Oktober 2024 seine Geschäftsbedingungen für WhatsApp Business geändert. Seit dem 15. Januar 2025 dürfen konkurrierende KI-Assistenten die WhatsApp Business API nicht mehr nutzen, wenn KI ihr Hauptgeschäft ist. Das Ergebnis: Nur noch Metas eigener Chatbot "Meta AI" kann über den Messenger mit Nutzern kommunizieren.

Für die EU-Wettbewerbshüter ein klarer Fall von Marktmachtmissbrauch. "Wir dürfen nicht zulassen, dass marktbeherrschende Technologieunternehmen ihre Dominanz illegal ausnutzen, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera. Die Behörde befürchtet, dass Wettbewerber vom schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten ferngehalten werden.

Meta wehrt sich gegen die Vorwürfe

Der Konzern sieht die Sache erwartungsgemäß anders. Ein Sprecher wies die Einschätzung der EU-Kommission zurück: Die Brüsseler Behörde gehe fälschlicherweise davon aus, dass die WhatsApp Business API ein entscheidender Vertriebskanal für Chatbots sei. "Es gibt viele KI-Optionen, und die Menschen können sie über App-Stores, Betriebssysteme, Geräte, Websites und Industriepartnerschaften nutzen", so der Meta-Sprecher.

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Die EU-Kommission lässt sich davon nicht beeindrucken. Sie hat Meta eine förmliche Mitteilung über Beschwerdepunkte zugestellt – der erste Schritt in einem möglichen Kartellverfahren. Der Konzern hat nun die Möglichkeit, sich zu verteidigen und Anpassungen vorzunehmen. Ob das ausreicht, um Brüssel zu besänftigen, bleibt abzuwarten.

Schnelles Handeln angekündigt

Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der die EU-Kommission vorgeht. Sie erwägt einstweilige Maßnahmen, um den Wettbewerbern während der laufenden Untersuchung wieder Zugang zu WhatsApp zu verschaffen. Ein ähnliches Vorgehen hatte bereits die italienische Wettbewerbsbehörde im Dezember 2024 gewählt.

Die Entscheidung über konkrete Zwangsmaßnahmen hängt von Metas Antwort ab. Die KI-Märkte entwickelten sich rasant, daher müsse man auch schnell handeln, begründete Ribera den Zeitdruck. Das Ziel: Verhindern, dass Metas neue Politik dem Wettbewerb in Europa irreparablen Schaden zufügt.

An der Nasdaq reagierte die Meta-Aktie zurückhaltend auf die Nachricht und gab zeitweise 0,12 Prozent auf 660,65 Dollar nach. Für Anleger dürfte entscheidend sein, ob und in welcher Form die EU tatsächlich eingreift – und welche finanziellen Konsequenzen das haben könnte.

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