Meta Aktie: KI-Wette belastet
Meta Platforms hat innerhalb weniger Tage sämtliche Kursgewinne nach den starken Quartalszahlen wieder abgegeben. Die Aktie verlor rund 10 Prozent, obwohl das soziale Netzwerk Ende Januar mit Rekorderlösen und einem optimistischen Ausblick überrascht hatte. Der Grund: Anleger rechnen die massiven KI-Investitionen gegen die operative Stärke.
Starkes Wachstum, schrumpfende Margen
Im vierten Quartal 2025 steigerte Meta den Umsatz um 24 Prozent auf 59,9 Milliarden Dollar – deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 58,5 Milliarden. Der Gewinn je Aktie lag mit 8,88 Dollar ebenfalls über der Konsensschätzung von 8,23 Dollar.
Das Werbegeschäft, das 97 Prozent der Erlöse ausmacht, warf 58,1 Milliarden Dollar ab. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer über alle Apps hinweg kletterte um sieben Prozent auf 3,58 Milliarden. Mehr Engagement und höhere Nutzerzahlen trieben die Anzahl der Werbeeinblendungen um 18 Prozent nach oben.
Für das laufende erste Quartal 2026 stellte CFO Susan Li Erlöse zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar in Aussicht – am Mittelpunkt entspricht das einem Wachstum von etwa 30 Prozent. Grund sei die anhaltend starke Nachfrage der Werbekunden.
Ausgaben verdoppeln sich
Die Kehrseite: Die Kosten explodierten im vierten Quartal um 40 Prozent auf 35,1 Milliarden Dollar. Die operative Marge rutschte von 48 auf 41 Prozent ab.
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Für 2026 plant Meta Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar – nahezu das Doppelte der 72,2 Milliarden aus dem Vorjahr. Die Gesamtausgaben sollen auf 162 bis 169 Milliarden Dollar steigen. CEO Mark Zuckerberg setzt damit konsequent auf den Ausbau der KI-Infrastruktur, auch wenn das die Profitabilität kurzfristig belastet.
Reality Labs bleibt Verlustbringer
Die Metaverse-Sparte Reality Labs verbuchte bei 955 Millionen Dollar Umsatz einen operativen Verlust von 6,02 Milliarden Dollar. Seit Ende 2020 summieren sich die Verluste auf knapp 80 Milliarden Dollar. Das Management kündigte an, dass die Verluste 2026 auf ähnlichem Niveau bleiben werden.
Hinzu kommen rechtliche Risiken: Meta verwies in der Quartalsmitteilung auf regulatorische Hürden in der EU sowie laufende Verfahren in den USA, die „erhebliche Auswirkungen auf Geschäft und Finanzergebnisse" haben könnten. Prozesse zur Sicherheit von Kindern in New Mexico und Datenschutzprüfungen von WhatsApp in Indien verschärfen die Unsicherheit.
Kennzahlen Q4 2025:
- Umsatz: 59,9 Mrd. USD (+24% zum Vorjahr)
- Gewinn je Aktie: 8,88 USD
- Täglich aktive Nutzer: 3,58 Mrd.
- Operative Marge: 41%
- Umsatzprognose Q1 2026: 53,5–56,5 Mrd. USD
- Investitionsplanung 2026: 115–135 Mrd. USD
Meta steht vor einem Spagat: Das operative Geschäft läuft rund, doch die KI-Offensive drückt auf die Margen. Ob sich die Milliarden-Wetten auszahlen, werden die nächsten Quartale zeigen. Die Zahlen für das erste Quartal 2026 sind für Ende April angesetzt.
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