Die EU-Kommission gibt grünes Licht für Googles bislang größte Übernahme. Zeitgleich sorgt eine historische Anleihe-Offensive für Aufsehen – und wirft Fragen auf.

Brüssel hat am Dienstag die 32 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Cybersicherheits-Startups Wiz durch Google genehmigt. Die Kartellwächter sehen den Wettbewerb nicht gefährdet. Kunden könnten problemlos zu anderen Anbietern wechseln, sollte Google die Wiz-Plattform mit eigenen Produkten bündeln oder Inkompatibilitäten zu konkurrierenden Cloud-Diensten schaffen.

EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte, dass Google bei den Marktanteilen im Cloud-Geschäft weiterhin hinter Amazon und Microsoft zurückliege. Die Bewertung habe bestätigt, dass Kunden weiterhin glaubwürdige Alternativen zur Verfügung stünden. Die Kommission stellte zudem fest, dass über den Deal erworbene Daten nicht kommerziell sensibel seien und auch von anderen Sicherheitsunternehmen eingesehen werden könnten.

Deal soll Cloud-Position stärken

Mit der Wiz-Übernahme, die im März 2025 angekündigt wurde, will Google seine Präsenz im Cybersicherheits-Bereich und im Cloud Computing ausbauen. Der Schritt unterstreicht die Ambitionen des Konzerns, im hart umkämpften Cloud-Markt aufzuholen.

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20 Milliarden aus dem Anleihe-Baukasten

Parallel zur Übernahme-Genehmigung macht Alphabet mit einer außergewöhnlichen Finanzierungsoffensive von sich reden. Der Konzern hat eine Anleihe-Emission über 20 Milliarden Dollar platziert – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 15 Milliarden. Die Nachfrage sei "überwältigend" gewesen, berichten Analysten von Saxo.

Alphabet diversifiziert dabei erstmals über den Dollar hinaus: Neben Anleihen in britischen Pfund, darunter eine ungewöhnliche 100-Jahre-Anleihe mit Fälligkeit 2126, plant der Konzern auch eine Emission in Schweizer Franken. Die frischen Mittel sollen vor allem den rasanten Ausbau der Künstlichen Intelligenz absichern.

Die Alphabet-Aktie reagierte am Dienstag mit Verlusten von 1,8 Prozent auf die Nachrichten. Offenbar sehen Anleger die massive Fremdkapitalaufnahme skeptisch – zumal eine 100-jährige Laufzeit selbst im Tech-Sektor ein historisches Wagnis darstellt.

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