Meta zieht beim Thema KI das Tempo weiter an – und bindet sich dafür eng an Nvidia. Gleichzeitig wächst der Druck von anderer Seite: In den USA laufen Verfahren zur Kindesicherheit, während der Konzern intern an der Kostenschraube dreht. Was wie ein Bündel einzelner Meldungen wirkt, hängt in der Summe eng zusammen.

Nvidia-Deal stützt den Infrastrukturplan

Nvidia meldete diese Woche eine mehrjährige Vereinbarung zur Lieferung von KI-Hardware an Meta. Geliefert werden sollen Chips der aktuellen Blackwell-Generation sowie kommende Rubin-Chips, dazu Grace- und Vera-CPUs. Laut Analystenschätzungen, auf die sich TIKR bezieht, hat das Paket ein Volumen von rund 50 Milliarden US-Dollar.

Der Deal passt direkt zu Metas angekündigtem Investitionsprogramm: Für 2026 hatte das Unternehmen in der Q4-2025-Telefonkonferenz (Ende Januar) einen CapEx-Rahmen von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar genannt. Das Geld soll vor allem in die „Meta Superintelligence Labs“ und große Rechenzentren in den USA fließen. Unterm Strich: Ohne gesicherte Chip-Lieferketten wäre dieses Ausbautempo kaum zu halten.

Sparmaßnahmen treffen Belegschaft – Fokus verschiebt sich

Parallel wird klar, wie Meta diese Investitionswelle finanzpolitisch begleitet. Reuters berichtete unter Berufung auf die Financial Times, dass Meta die jährlichen aktienbasierten Vergütungen für den Großteil der Belegschaft um etwa 5% gekürzt hat. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge mit Einschnitten – im Vorjahr soll es laut demselben Bericht rund 10% gewesen sein.

Dazu kommt ein Strategiewechsel in Reality Labs: Zuletzt strich Meta dort etwa 10% der Stellen. Der Schwerpunkt verlagert sich laut Bericht weg von klassischen VR-Produkten hin zu Wearables. Die Botschaft ist klar: KI-Infrastruktur hat Priorität, andere Projekte müssen sich stärker rechtfertigen.

Prozesse zur Kindesicherheit werden zum Gegenwind

Während Meta Milliarden in KI steckt, drohen die laufenden Verfahren zur Kindesicherheit zum Dauer-Thema zu werden. CEO Mark Zuckerberg sagte diese Woche vor einem Gericht in Los Angeles aus. Dort geht es um den Vorwurf, Metas Apps – darunter Instagram – hätten Jugendliche durch bestimmte Designmerkmale in eine Art Abhängigkeit gezogen.

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Zusätzliche Brisanz kommt aus New Mexico: In einem separaten Verfahren wird Meta vorgeworfen, die Plattformen nicht ausreichend vor Online-Predatoren geschützt zu haben. Öffentlich wurde zudem, dass entsiegelte Dokumente interne Diskussionen über mögliche Folgen einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Messenger zeigen. Dabei ging es laut CNBC auch um die Frage, dass gemeldete Fälle von Missbrauchsdarstellungen künftig nicht mehr in gleicher Form sichtbar wären.

Auch außerhalb der Gerichte verschiebt sich das Umfeld: Die National PTA (Eltern-Lehrer-Vereinigung) verlängert die Finanzierungsbeziehung mit Meta nicht. Als Gründe wurden „verstärkte öffentliche Prüfung und rechtliche Fälle“ genannt. Die Kooperation endete zum 31. Dezember 2025.

Zahlen zeigen Stärke – aber der Preis steigt

Operativ bleibt Meta derweil profitabel: Für das vierte Quartal 2025 meldete der Konzern 59,9 Milliarden US-Dollar Umsatz, plus 24% zum Vorjahr. Die operative Marge lag laut Unternehmensangaben bei rund 41% – trotz steigender Infrastrukturkosten. Genau hier liegt der Kernkonflikt der Woche: Meta kann sich die KI-Offensive leisten, aber sie verlangt harte Prioritäten und erhöht die Fallhöhe bei regulatorischen und juristischen Themen.

An der Börse spiegelt sich das gemischte Bild nur begrenzt wider: Die Aktie schloss am Freitag bei 556,30 Euro.

Konkreter Ausblick: nächste Marker im Kalender

In den kommenden Wochen dürften zwei Themen den Takt vorgeben: erstens, wie Meta seine hohen Investitionspläne praktisch umsetzt (der Nvidia-Vertrag ist dafür ein wichtiger Baustein), und zweitens, ob aus den Verfahren in Kalifornien und New Mexico konkrete Auflagen oder Produktänderungen erwachsen. Der nächste größere Fixpunkt für neue Zahlen und Guidance ist der nächste Quartalsbericht am 29. April 2026 (Schätzung im Quelltext).

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