Meta Aktie: KI-Kosten steigen
Meta liefert starke Quartalszahlen – und setzt gleichzeitig ein klares Signal: Das Werbegeschäft soll nicht nur weiter wachsen, sondern die riesigen KI-Pläne gleich mitfinanzieren. Genau hier liegt die Spannung für Anleger: Hohe Investitionen können den Vorsprung ausbauen, drücken aber kurzfristig auf die Kostenbasis. Wie gut passt das Tempo beim Ausbau der KI-Infrastruktur zu den Profit-Zielen?
Werbung trägt – und liefert Rückenwind
Im vierten Quartal 2025 übertraf Meta die Erwartungen der Wall Street. Der wichtigste Treiber blieb die Werbung: Rund 97% des Umsatzes kamen aus dem Anzeigengeschäft. Das zeigt, wie stabil diese Cash-Maschine aktuell läuft – und warum Meta sich den nächsten großen Schritt leisten kann.
Auch der Ausblick fiel überraschend optimistisch aus. Für das erste Quartal 2026 stellte das Unternehmen Erlöse von 53,5 bis 56,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht – deutlich über den Analystenschätzungen. CFO Susan Li begründete den starken Forecast mit robuster Nachfrage, die schon bis zum Ende von Q4 getragen habe und sich zu Beginn von 2026 fortsetze.
Wichtig dabei: Das Wachstum kommt nicht nur aus mehr Nutzern, sondern auch aus besserer Monetarisierung. Meta meldete für Dezember 2025 3,58 Milliarden täglich aktive Menschen innerhalb der „Family of Apps“ (+7% zum Vorjahr). Zudem stiegen die Ad Impressions um 18%, während der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 6% zulegte.
115 bis 135 Milliarden Dollar Capex: Metas KI-Wette wird konkret
Der eigentliche Aufreger steckt in den Investitionsplänen: Für 2026 rechnet Meta mit 115 bis 135 Milliarden US-Dollar an Investitionen – fast doppelt so viel wie 2025. Das Geld soll vor allem in Infrastruktur fließen, die die KI-Ambitionen rund um die „Meta Superintelligence Labs“ und das Kerngeschäft stützt.
Meta erwartet zudem, dass die Rechenkapazität 2026 zeitweise zum Engpass wird. Anders gesagt: Die Nachfrage nach Compute wächst schneller als das, was kurzfristig bereitsteht. Trotz dieses massiven Ausbaus prognostiziert das Management für 2026 ein höheres operatives Ergebnis als 2025 – ein Hinweis darauf, wie viel Vertrauen Meta in die Ertragskraft der Werbung hat.
Kurz die Eckpunkte:
- Q4-Umsatz: 59,89 Mrd. USD (+24% YoY)
- Q4-Gewinn je Aktie: 8,88 USD (über Erwartung)
- Capex-Ausblick 2026: 115–135 Mrd. USD
- Kosten-Ausblick 2026: 162–169 Mrd. USD
Reality Labs bleibt das teure Nebenprojekt
Während die Apps Geld verdienen, bleibt Reality Labs tief in den roten Zahlen. Im vierten Quartal lag der operative Verlust bei 6,02 Milliarden US-Dollar bei 955 Millionen US-Dollar Umsatz. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der operative Verlust auf 19,2 Milliarden US-Dollar.
Meta rechnet auch 2026 mit Verlusten in ähnlicher Größenordnung. Laut Unternehmen sollen die Verluste in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen und danach langsam sinken. Passend dazu hatte Meta im Januar etwa 1.500 Mitarbeiter in Reality Labs entlassen und Ressourcen stärker in KI sowie Wearables wie die Ray-Ban Meta Smart Glasses verschoben.
Zum Wochenstart steht die Aktie bei 706,00 USD und damit leicht unter dem Freitagsschluss von 718,10 USD. Der nächste Quartalsbericht ist für 29. April 2026 angekündigt – dann wird sich zeigen, ob der starke Werbetrend anhält und wie schnell die höheren KI-Investitionen in messbaren Fortschritt übersetzt werden.
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