Mercedes-Benz setzt seine Kapitalrückführung unbeirrt fort. Während die Jahreszahlen 2025 enttäuschten und die Marge unter Druck geriet, kaufte der Konzern allein in der zweiten Februarwoche fast 730.000 eigene Aktien zurück. Die Zehn-Millionen-Marke ist damit geknackt – doch was bedeutet das für Anleger angesichts der gedämpften Aussichten?

Aktienrückkauf erreicht Meilenstein

Vom 9. bis 13. Februar erwarb Mercedes-Benz 728.934 eigene Aktien über XETRA zu Preisen zwischen 56,49 und 58,64 Euro. Seit Programmstart am 3. November 2025 wurden damit 10,02 Millionen Aktien für rund 590,7 Millionen Euro zurückgekauft. Der gewichtete Durchschnittspreis liegt bei 58,93 Euro.

Die Eckdaten des Programms:

  • Laufzeit bis 3. November 2026
  • Maximalvolumen: 2 Milliarden Euro für bis zu 96 Millionen Aktien
  • Bereits investiert: 590,7 Millionen Euro (etwa 30% des Volumens)
  • Noch verfügbar für 2026: bis zu 1,7 Milliarden Euro

Das Tempo ist moderat: Pro Woche fließen derzeit rund 40 Millionen Euro in den Rückkauf. Hochgerechnet würde das Programm die 2-Milliarden-Grenze bis zum Jahresende ausschöpfen.

Geschäftsjahr 2025: Margendruck trifft Automobilgeschäft

Die am 12. Februar vorgelegten Jahreszahlen zeigen die Kehrseite: Der Umsatz sank um 9 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT brach um 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro ein. Der Gewinn je Aktie halbierte sich nahezu auf 5,34 Euro.

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Besonders die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars spürt den Gegenwind. Die bereinigte Umsatzrendite fiel von 8,1 auf 5,0 Prozent. Immerhin trugen Kosteneinsparungen über 3,5 Milliarden Euro bei – ohne diese Maßnahmen wäre die Bilanz noch schwächer ausgefallen.

Der Absatz ging um 9 Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge zurück. Lichtblick: Top-End-Modelle wie S-Klasse, Maybach und G-Klasse erreichten einen Anteil von 15 Prozent. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen blieb der Absatz mit 169.000 Einheiten stabil, der Anteil am Gesamtvolumen stieg auf 20 Prozent.

Die Van-Sparte zeigte sich robuster mit einer Umsatzrendite von 10,2 Prozent. Der Absatz elektrischer Transporter legte um 46 Prozent zu.

Gedämpfter Ausblick bei reduzierter Dividende

Für 2026 prognostiziert Mercedes-Benz eine bereinigte Umsatzrendite von nur 3 bis 5 Prozent für Pkw – deutlich unter dem historischen Niveau. Der Konzernumsatz soll auf Vorjahresniveau verharren. Das Konzern-EBIT soll zwar "deutlich" über 2025 liegen, was angesichts der schwachen Basis aber keine hohe Hürde darstellt.

Die Dividende wird von 4,30 auf 3,50 Euro je Aktie gesenkt. Gleichzeitig investiert der Konzern weiter in Aktienrückkäufe – eine strategische Entscheidung, die die Kapitalstruktur optimiert, aber auch Fragen zur operativen Erholung aufwirft.

Bemerkenswert: Vorstandsmitglied Harald Wilhelm erwarb am 13. Februar Aktien im Wert von 163.534 Euro im Rahmen des Phantom-Share-Programms – ein Signal des Vertrauens aus dem Management.

Die Hauptversammlung am 16. April 2026 wird zeigen, wie Aktionäre die Gratwanderung zwischen Kapitalrückführung und gedämpften Margenerwartungen bewerten.

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