Mercedes-Benz Aktie: Rückenwind aus USA
Der US Supreme Court hat am Freitag einen Hebel umgelegt, der Europas Autobauern direkt in die Kalkulation fährt: Die 10%-Importzölle auf Fahrzeuge und Komponenten aus Deutschland fallen weg. Gleichzeitig stehen bei Mercedes-Benz Umbauten im Konzern an – inklusive möglichem Milliarden-Deal. Und dazu kommt die Erwartung einer spürbaren Gewinn-Erholung.
Doch wie viel Entlastung bringt das Zoll-Urteil am Ende wirklich?
US-Zölle: Entlastung mit Haken
Der gerichtliche Beschluss vom 20. Februar beendet die zehnprozentigen Importzölle auf Autoimporte aus Deutschland (und auch aus Mexiko). Das kann die Kostenstruktur für in Europa gefertigte Modelle verbessern – und damit Spielraum bei Preisen und Margen schaffen.
Allerdings ist das Thema damit nicht „vom Tisch“. Denn andere Abgaben bleiben laut Analyse weiter relevant, darunter 15%-Zölle auf europäische Fahrzeuge nach Section 232. Unterm Strich: weniger Druck als zuvor, aber keine komplette Zoll-Freifahrt.
Konzernumbau: Athlon-Verkauf im Gespräch
Parallel verdichten sich Berichte über einen möglichen Verkauf der Leasingtochter Athlon. Nach Handelsblatt-Recherchen soll BNP als Käufer im Gespräch sein, das Volumen liege im Milliardenbereich. Für Mercedes-Benz wäre das ein weiterer Schritt, die Konzernstruktur zu verändern – und könnte finanziell zusätzlichen Spielraum schaffen.
Gewinn-Erholung im Blick – Aktie nahe Durchschnitt
Nach dem Gewinnrückgang im Vorjahr rechnen Marktdaten mit einer Erholung: Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Unternehmensgewinn von 6,88 Mrd. Euro erwartet, nach geschätzten 5,33 Mrd. Euro für 2025. Das entspräche rechnerisch +29,08%.
Am Markt zeigt sich der Titel zuletzt eher stabil: Am Freitag schloss die Aktie bei 59,30 Euro. Damit notiert sie praktisch auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts (59,07 Euro) und rund 4,25% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 61,93 Euro.
Strategie und Politik: Rückkehr nach unten, Blick nach Asien
Auch bei der Produktstrategie zeichnet sich Bewegung ab. Berichte deuten darauf hin, dass Mercedes-Benz von einer reinen Luxus-Ausrichtung abrückt und wieder stärker ins Einstiegssegment will – inklusive einer neuen A‑Klasse, die künftig in Ungarn gebaut werden soll. Außerdem soll ab 2026 ein einheitlicheres Design für Elektro- und Verbrennermodelle kommen.
Flankiert wird das von politischem Druck: VDA-Präsidentin Hildegard Müller forderte vor einer anstehenden China-Reise von Kanzler Friedrich Merz klare Vorgaben, um Marktliberalisierung einzufordern und wettbewerbsverzerrende Praktiken anzusprechen.
Zum Wochenende passt dazu ein eher vorsichtiger Analystenblick: RBC Capital bestätigte „Hold/Sector Perform“ mit einem Kursziel von 56 Euro.
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