Rund 37,8 Millionen Euro in drei Tagen — Mercedes-Benz kaufte zwischen dem 17. und 19. März eigene Aktien zu Kursen um 53 bis 54 Euro zurück. Seitdem ist der Kurs weiter gefallen, auf zuletzt rund 50 Euro. Das Rückkaufprogramm sendet ein klares Signal des Managements — der Markt quittiert es bislang mit Gleichgültigkeit.

Wenn der Rückkaufpreis zur Schallmauer wird

Die Diskrepanz ist bemerkenswert: Während der Konzern seine eigenen Aktien noch zu über 53 Euro erwarb, notiert der Titel heute rund sechs Prozent darunter. Mit einem Minus von fast 19 Prozent seit Jahresbeginn und einem Abstand von über zehn Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt spiegelt der Chart die Belastungen wider, die das operative Geschäft seit Monaten prägen.

Der schwerste Brocken bleibt China. Der Markt, der 2025 noch knapp ein Drittel der Pkw-Verkäufe ausmachte, verlor 19 Prozent — getrieben von aggressivem Wettbewerb heimischer Elektrofahrzeughersteller. Als Antwort will Mercedes bis Mitte 2026 mehr als 80 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge lokal produzieren. Ob das die Absatzkurve dreht, bleibt offen.

Modelloffensive trifft auf Kostendruck

Auf der anderen Seite des Ledgers stehen beachtliche Fortschritte. Einsparungen von 3,6 Milliarden Euro sind bereits realisiert, die Fertigungskosten sollen bis 2027 um zehn Prozent je Fahrzeug sinken. Das Joint-Venture-Werk in Aguascalientes, Mexiko, wird bis Mai geschlossen — das reduziert die Kapazität um 100.000 Einheiten, soll aber die Effizienz verbessern.

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Parallel läuft die nach Unternehmensangaben umfangreichste Produktoffensive der Konzerngeschichte an: mehr als 40 neue Modelle in drei Jahren. Das neue CLA wurde bereits als „Car of the Year 2026" ausgezeichnet, die Auftragsbücher für CLA, GLC und S-Klasse reichen laut Konzern bis weit in die zweite Jahreshälfte.

Für das Gesamtjahr ist ein Rückkaufvolumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro autorisiert. Die Großaktionäre Beijing Automotive Group und Geely haben zugesichert, ihre Stimmrechtsanteile unter zehn Prozent zu halten, indem sie anteilig Aktien ins Programm einbringen.

Doppeltest im April

Am 16. April beschließt die Hauptversammlung formal die Dividende — vorgeschlagen sind 3,50 Euro je Aktie, nach 4,30 Euro im Vorjahr. Zwei Wochen später, am 29. April, folgen die Q1-Ergebnisse. Dann zeigt sich erstmals in Zahlen, ob Kostensenkungen und Lokalisierungsstrategie greifen — oder ob der Markt weiter skeptisch bleibt.

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