Bis zu 50.000 US-Dollar Händlerbonus auf ein Maybach-Modell — das ist kein Schnäppchangebot, sondern ein Symptom. Mercedes-Benz kämpft im Hochpreissegment mit einer Nachfrageschwäche bei Elektrofahrzeugen, die den Konzern zu einer grundlegenden Kurskorrektur zwingt.

Rabatte, die das Luxusimage belasten

Im März 2026 gewährt Mercedes US-Händlern 25.000 Dollar Bonus auf den Maybach EQS. Der elektrische G 580 kommt mit 10.000 Dollar — doppelt so viel wie noch einige Monate zuvor. Beim Vorgänger des Maybach EQS erreichten die Nachlässe sogar die 50.000-Dollar-Marke. Für eine Marke, die seit Jahrzehnten auf Exklusivität setzt, ist das eine ungewöhnliche Situation.

Das Problem ist nicht auf Mercedes beschränkt. Das globale EV-Wachstum findet vor allem im günstigeren Preissegment statt, während Luxus-Elektrofahrzeuge strukturell schwächeln. Audi hat den Q8 E-tron bereits eingestellt und sein Brüsseler Werk geschlossen. Reicht das Maybach-Badge allein noch aus, um Käufer ohne massive Preisanreize zu überzeugen?

Die Antwort des Stuttgarter Konzerns fällt pragmatisch aus: EQE-Limousine und EQE-SUV gelten intern als nicht erfolgreich genug und sollen aus dem Programm genommen werden. CEO Ola Källenius hat bestätigt, dass es keinen direkten EQE-Nachfolger geben wird. Stattdessen kommt die vollelektrische E-Klasse früher als geplant — Premiere 2026, Marktstart 2027.

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Elektrische C-Klasse als Neustart

Das eigentliche Hoffnungsmodell ist die elektrische C-Klasse, die ab der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt kommt. Prototypen wurden bereits auf dem Testgelände in Immendingen erprobt. Das Fahrzeug basiert auf der MB.EA-Plattform, verfügt über 800-Volt-Technologie und soll mit einem 94-kWh-Akku bis zu 800 Kilometer Reichweite bieten. Positioniert wird es direkt gegen den BMW i3.

Die C-Klasse ist seit über drei Jahrzehnten eines der meistverkauften Modelle im Portfolio — als Elektroversion trägt sie entsprechend viel Erwartungsdruck. Insgesamt plant Mercedes für 2026 die Vorstellung von 16 neuen Fahrzeugen, darunter mehr Verbrenner als Elektromodelle.

Aktienrückkauf als Gegengewicht

Parallel zur strategischen Neuausrichtung kauft Mercedes eigene Aktien zurück. Allein zwischen dem 17. und 19. März erwarb der Konzern rund 716.000 Stammaktien für insgesamt etwa 37,8 Millionen Euro — zu Kursen zwischen 52 und 54 Euro. Angesichts des aktuellen Kursniveaus von rund 50,70 Euro, einem Minus von knapp 18 Prozent seit Jahresbeginn, wirken diese Käufe wie ein Signal, dass das Management die Aktie für unterbewertet hält.

Ob die elektrische C-Klasse die Dynamik zurückbringt, die den bisherigen EQ-Modellen verwehrt blieb, entscheidet sich spätestens mit dem Marktstart Ende 2026 — dann wird sich zeigen, ob der Ansatz, bewährte Modellreihen zu elektrifizieren statt neue EV-Baureihen aufzubauen, beim Kunden besser ankommt.

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