Schwache Jahreszahlen, ein einbrechender China-Absatz und nun geopolitische Spannungen im Nahen Osten: Mercedes-Benz kämpft derzeit an mehreren Fronten. Die Aktie notiert rund 15 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 61,93 Euro — und die Frage ist, ob der angekündigte Dreipunktplan den Turnaround tatsächlich einleiten kann.

Q4 2025: Zahlen mit Wucht

Die Ergebnisse zum Jahresende 2025 haben Investoren aufgeschreckt. Der Umsatz sank um rund 12 Prozent auf 33,69 Milliarden Euro, der Gewinn je Aktie brach von 2,57 auf 1,43 Euro ein — ein Minus von 44 Prozent. Hauptverantwortlich war China: Dort brachen die Verkäufe um 19 Prozent ein. Zollkosten von rund 1,2 Milliarden US-Dollar und negative Währungseffekte durch den starken Euro verstärkten den Druck. Im Kernsegment Cars fiel die Umsatzrendite von 8,1 auf 5,0 Prozent.

Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali brachte die Stimmung in der Belegschaft auf den Punkt: „Rückgänge bei Absatz, Umsatz und Gewinn verunsichern viele, weil solche Entwicklungen meist mit Kostensenkungen einhergehen."

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Dreipunktplan und neue Plattform

Stuttgart hat gehandelt. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen — eine direkte Antwort auf den dortigen Einbruch. Parallel dazu wurden bereits 3,6 Milliarden Euro Einsparungen realisiert; bis 2027 sollen die Fertigungskosten pro Fahrzeug um zehn Prozent sinken. Als drittes Element steht die größte Produktoffensive der Unternehmensgeschichte: mehr als 40 neue Modelle innerhalb von drei Jahren.

Trotz des schwachen Jahres schlägt das Management eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor — weniger als die 4,30 Euro des Vorjahres, aber über den Analystenerwartungen. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro läuft weiter, bisher wurden rund 300 Millionen Euro abgerufen.

Produktseitig setzt Mercedes-Benz mit dem VLE einen neuen Akzent: Der Nachfolger des EQV debütiert auf der neuen elektrischen Van-Plattform VAN.EA mit 800-Volt-Architektur, bis zu 315 kW Schnellladeleistung und einer WLTP-Reichweite von über 700 Kilometern.

Nächster Prüfstein: 29. April

Am 29. April legt Mercedes-Benz die Q1-2026-Zahlen vor. Das Management erwartet für das Gesamtjahr ein EBIT deutlich über Vorjahresniveau, gestützt durch wegfallende Restrukturierungskosten; die Zielrendite im Cars-Segment liegt bei drei bis fünf Prozent. Ob die Lokalisierungsstrategie in China bereits Wirkung zeigt und sich die Nachfrage stabilisiert hat, werden diese Zahlen erstmals belegen — oder widerlegen.

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