BYD Aktie: Exportboom gegen Heimatflaute
Der chinesische Autobauer BYD steht vor einer richtungsweisenden Woche. Wenn der Vorstand an diesem Donnerstag die Jahresbilanz für 2025 vorlegt, blicken Investoren auf ein Unternehmen der Gegensätze. Während das internationale Geschäft mit Rekordexporten glänzt, bricht die Nachfrage auf dem heimischen Markt spürbar ein.
Heimatmarkt unter Druck
Analysten erwarten für das vierte Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von knapp elf Prozent auf rund 245 Milliarden Yuan. Beim Gewinn je Aktie wird ein Minus von 29 Prozent prognostiziert. Verantwortlich für diese trüben Aussichten ist das schwierige Umfeld in China. Der Wegfall staatlicher Subventionen und eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent belasten die Inlandsnachfrage.
Das zeigte sich bereits deutlich Anfang 2026: Im Januar und Februar fielen die Verkaufszahlen des Elektroautoherstellers im Jahresvergleich um rund 36 Prozent. BYD steuert aktuell mit aggressiven Finanzierungsangeboten gegen, um den lokalen Absatz wieder anzukurbeln.
Auslandsmärkte als Rettungsanker
Diesem Gegenwind steht eine auf Hochtouren laufende Exportmaschine gegenüber. Im Jahr 2025 verkaufte BYD insgesamt über 4,6 Millionen Fahrzeuge und knackte beim Export erstmals die Marke von einer Million Einheiten. In Europa sicherte sich der Konzern zuletzt 4,8 Prozent des gesamten E-Auto-Marktes, was einem massiven Wachstum von über 270 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch im Februar 2026 hielt dieser Trend mit über 100.000 verschifften Fahrzeugen und einem Plus von 50 Prozent an.
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Um das internationale Wachstum weiter abzusichern, rückt nun Nordamerika in den Fokus. Da der direkte Zugang zu den USA durch prohibitive Zölle blockiert ist, nutzt BYD ein neues Handelsabkommen mit Kanada als Einfallstor. Nachdem die dortigen Einfuhrzölle für chinesische E-Autos von 100 auf 6,1 Prozent gesenkt wurden, plant das Unternehmen 20 eigene Autohäuser im Großraum Toronto. Vizepräsidentin Stella Li bestätigte zudem, dass BYD den Bau einer eigenen Produktionsstätte in Kanada prüft, um die volle Kontrolle über die Fertigung zu behalten. Joint Ventures schloss sie explizit aus.
Analysten uneins vor den Zahlen
Die Einschätzungen der Experten für die kommenden zwölf Monate spiegeln die gemischte Ausgangslage wider:
- Citigroup: Kaufempfehlung mit Kursziel 174 HKD, angetrieben durch erwartete neue Modelle ab März.
- Nomura: Kaufempfehlung mit Kursziel 132 HKD, sieht eine Erholung in China als zwingende Voraussetzung für weitere Kursgewinne.
- Marktkonsens: Durchschnittliches Ziel von 162,29 HKD bei einer extrem weiten Spanne von 93 bis 265,59 HKD.
Am kommenden Donnerstag, den 27. März, wird der Vorstand die testierten Ergebnisse für 2025 absegnen und über die vorgeschlagene Schlussdividende entscheiden. Diese Zahlen werden den konkreten Beleg dafür liefern, ob die profitablen Auslandsumsätze ausreichen, um die teuren Rabattaktionen in China und die globalen Werksexpansionen in Ungarn, Brasilien und Thailand zu finanzieren.
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