Mercedes-Benz liefert für 2025 Zahlen im Rahmen der eigenen Prognose – aber deutlich schwächer als im Vorjahr. Zölle, Währungsgegenwind und der harte Wettbewerb in China haben Spuren hinterlassen. Gleichzeitig setzt der Konzern mit einem Dividendenvorschlag und einem 2026-Ausblick klare Markierungen: Stabiler Umsatz, höheres EBIT – aber weniger Free Cashflow.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Umsatz 2025: 132,2 Mrd. € (-9,2%)
- Bereinigtes EBIT: 8,2 Mrd. € (2024: 13,7 Mrd. €)
- Nettogewinn: 5,3 Mrd. € (2024: 10,4 Mrd. €)
- Dividendenvorschlag: 3,50 € je Aktie (Vorjahr: 4,30 €)
- Aktienrückkauf: bis zu 2 Mrd. €, davon 300 Mio. € bis Ende 2025 umgesetzt

2025: Gewinnrückgang trotz Kostendisziplin

Beim operativen Ergebnis zeigt sich der Druck klar. Das bereinigte EBIT fällt um 39,9% auf 8,2 Milliarden Euro, der Nettogewinn sinkt auf 5,3 Milliarden Euro. Entsprechend halbiert sich das Ergebnis je Aktie nahezu auf 5,34 Euro.

Immerhin: Die Kostenseite hat geholfen, den Einbruch abzufedern. Mercedes-Benz nennt Einsparungen von mehr als 3,5 Milliarden Euro bei Mercedes-Benz Cars. Sie sollten niedrigere Volumina, negative Preiseffekte und Zollbelastungen zumindest teilweise kompensieren.

Auch beim Cashflow bleibt das Bild gemischt. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts liegt mit 5,4 Milliarden Euro zwar klar unter dem Vorjahr (9,2 Mrd. €), die Nettoliquidität steigt jedoch leicht auf 32,2 Milliarden Euro.

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Dividende und Rückkauf: Ausschüttung wird vorsichtiger

Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 16. April 2026 eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vorschlagen. Das ist spürbar weniger als im Vorjahr (4,30 Euro).

Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter: Von den bis zu 2 Milliarden Euro wurden bis Ende 2025 rund 300 Millionen Euro eingesetzt. Für 2026 bleiben damit noch bis zu 1,7 Milliarden Euro übrig. Was bedeutet das für Aktionäre? Die Dividende fällt zwar niedriger aus, gleichzeitig bleibt der Rückkauf als zweites Instrument zur Kapitalrückgabe aktiv.

Ausblick 2026: EBIT soll steigen, Cashflow leicht runter

Für 2026 erwartet Mercedes-Benz beim Umsatz ein Niveau auf Vorjahreshöhe. Beim Konzern-EBIT stellt der Konzern ein Ergebnis deutlich über Vorjahr in Aussicht – mit Verweis darauf, dass 2025 von Restrukturierungsaufwendungen geprägt war. Beim freien Cashflow des Industriegeschäfts rechnet Mercedes-Benz dagegen mit leicht weniger als 2025.

Für die Segmente nennt der Konzern konkrete Margenbänder:
- Cars: bereinigte Umsatzrendite 3 bis 5%
- Vans: bereinigte Umsatzrendite 8 bis 10%
- xEV-Anteil Cars: 21 bis 23%

Flankiert wird das durch Effizienzmaßnahmen: Die globale Produktionskapazität soll bis 2028 auf rund 2,2 Millionen Einheiten angepasst werden. Zudem endet 2026 die Produktion im COMPAS-Joint-Venture-Werk in Aguascalientes (Mexiko). In China plant Mercedes-Benz bis 2027 (gegenüber 2024) Einsparungen von 10% bei lokalen Materialkosten sowie jeweils 20% bei variablen Produktions- und Fixkosten.

Zum Kalender steht der nächste konkrete Termin bereits fest: Am 16. April 2026 entscheidet die Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende von 3,50 Euro je Aktie.

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