Der Stuttgarter Autobauer hat jahrelang auf Klasse statt Masse gesetzt — mit großem Erfolg. Nun zeigen aktuelle Kennzahlen: Die Strategie stößt an ihre Grenzen.

Der Preis pro Auto sinkt wieder

Das vielleicht aufschlussreichste Maß für Mercedes' Ertragskraft ist der durchschnittliche Umsatz pro verkauftem Fahrzeug. Dieser sogenannte Average Selling Price (ASP) stieg zwischen 2019 und 2023 von 51.000 auf 74.200 Euro — ein beeindruckender Sprung. Seitdem geht es bergab: 2025 lag der Wert bei 68.100 Euro, rund vier Prozent unter dem Vorjahr.

Einen Teil des Rückgangs erklären Währungseffekte, die 2025 besonders stark zu Buche schlugen. Der ASP spiegelt nicht eins zu eins die Preise wider, die Kunden tatsächlich zahlen — er hängt auch von Wechselkursen und der Zusammensetzung des Verkaufsmix ab.

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Luxus-Pur war gestern

Die Ausweitung des Top-End-Segments, also Modelle wie S-Klasse, G-Klasse, AMG oder Maybach, war ein zentraler Hebel der vergangenen Jahre. Ihr Anteil am Gesamtportfolio wuchs von zehn Prozent im Jahr 2019 auf heute 15 Prozent. Gleichzeitig hat Mercedes margenschwächere Flotten- und Volumengeschäfte gezielt zurückgefahren.

Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer sieht das Potenzial dieser Strategie als weitgehend ausgereizt an. Die Richtung habe sich geändert, so Dudenhöffer — weg von "Luxus-Pur", hin zu einem breiteren Ansatz. Einen ASP über 70.000 Euro hält er in den kommenden Jahren für unwahrscheinlich.

Gewinn halbiert, Druck bleibt hoch

Der operative Druck ist real. 2025 brach der Konzerngewinn um knapp die Hälfte auf 5,3 Milliarden Euro ein. Verantwortlich dafür waren Zollbelastungen, ungünstige Wechselkurse und der zunehmend aggressive Wettbewerb auf dem chinesischen Markt — einem der wichtigsten Absatzmärkte weltweit. Auch Umsatz und Absatzvolumen gingen zurück.

Bereits 2024 hatte Mercedes einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnet. Als Reaktion legte der Konzern ein Sparprogramm auf. Ob das reicht, um die Trendwende zu schaffen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen — die Aktie verlor heute im XETRA-Handel gut 1,6 Prozent auf 54,35 Euro.

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