Die Luxusstrategie von Mercedes-Benz bekommt tiefe Risse. Während der Stuttgarter Autobauer in den vergangenen Jahren mit immer höheren Verkaufspreisen glänzte, zwingt der aktuelle Marktdruck den Konzern nun in den Rückwärtsgang. Ein drastisch geschrumpfter Konzerngewinn und fallende Erlöse pro Fahrzeug offenbaren die Grenzen des margengetriebenen Kurses.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Pkw sank im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 auf 68.100 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 markierte dieser Wert noch einen historischen Höchststand von 74.200 Euro. Diese Entwicklung schlägt voll auf die Bilanz durch, denn der Konzerngewinn halbierte sich nahezu auf 5,3 Milliarden Euro. Verantwortlich für diesen Rückgang ist ein branchenweiter Preisdruck, dem sich auch die Schwaben nicht mehr entziehen können.

Am Aktienmarkt hinterlassen diese fundamentalen Schwächen deutliche Spuren. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von über 11 Prozent und ging am Freitag bei 54,64 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Titel aktuell knapp unterhalb der viel beachteten 200-Tage-Linie.

Gegenmaßnahmen im Luxussegment

Trotz der sinkenden Durchschnittserlöse hält das Management grundsätzlich an seiner Ausrichtung fest. Der Anteil der besonders margenstarken Top-End-Fahrzeuge am Gesamtabsatz kletterte von 10 Prozent im Jahr 2019 auf mittlerweile 15 Prozent. Um regionalen Währungseffekten und gestiegenen Kosten entgegenzuwirken, zieht Mercedes-Benz zudem in ausgewählten Märkten die Preisschraube an. In Indien steigen die Tarife für das gesamte Portfolio ab April um rund zwei Prozent.

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Abseits des operativen Geschäfts gab es eine leichte Verschiebung in der Aktionärsstruktur. Der US-Vermögensverwalter BlackRock reduzierte seinen Stimmrechtsanteil an dem Automobilkonzern minimal von 6,29 auf 6,25 Prozent.

Branchenweiter Gegenwind

Die Stuttgarter stehen mit ihren Herausforderungen nicht alleine da. Auch Konkurrent BMW meldete für das abgelaufene Jahr einen spürbaren Margendruck. Hinzu kommt eine wachsende strategische Bedrohung durch chinesische Hersteller wie Xiaomi und Xpeng, die über mögliche Partnerschaften mit europäischen Konzernen wie Stellantis verstärkt auf den Kontinent drängen. Solange dieser intensive Wettbewerbsdruck anhält und drohende Importzölle das internationale Geschäft belasten, bleibt das Umfeld für die europäischen Automobilbauer fundamental schwierig.

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