Mercedes-Benz holt zum Gegenschlag aus. Mit einem umfassenden Facelift für die wichtige S-Klasse will der Stuttgarter Autobauer im prestigeträchtigen Luxussegment punkten und der aktuellen Kursflaute etwas entgegensetzen. Doch reicht die Modellpflege aus, um die Anleger vor den anstehenden Quartalszahlen zu beruhigen?

Die wichtigsten Fakten:
* Produkt-Launch: Überarbeitete S-Klasse mit 2.700 neuen Komponenten vorgestellt.
* Kapitalmaßnahme: Aktienrückkauf läuft weiter, über 7,8 Millionen Anteile bereits erworben.
* Termin: Quartalszahlen für Q4 folgen am 12. Februar 2026.
* Kursentwicklung: Aktie notiert mit 57,79 Euro weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Flaggschiff soll Margen stützen

Pünktlich zum 140-jährigen Jubiläum des Automobils präsentierte der Konzern am 29. Januar die Modellpflege seines wichtigsten Imageträgers. Die S-Klasse gilt traditionell als Renditetreiber im Portfolio. Mercedes-Benz hat nach eigenen Angaben mehr als 2.700 Komponenten überarbeitet oder neu entwickelt.

Neben optischen Retuschen wie dem beleuchteten Kühlergrill liegt der Fokus auf Technologie: Das neue MBUX Superscreen-System und KI-Integration sollen die Technologieführerschaft untermauern. Auch bei den Antrieben rüstet Stuttgart nach, wobei der S 580 e Plug-in-Hybrid nun 585 PS Systemleistung bietet. Diese Produktoffensive kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da das Marktumfeld für europäische Autobauer als extrem herausfordernd gilt.

Stützung durch Aktienrückkäufe

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Während die Produktseite gestärkt wird, treibt das Management die Pflege des Aktienkurses voran. Das im November 2025 gestartete Rückkaufprogramm wird konsequent fortgesetzt. Allein in der Woche vom 19. bis 23. Januar kaufte das Unternehmen weitere 731.652 eigene Anteile zurück. Das Gesamtvolumen seit Start beläuft sich mittlerweile auf rund 7,85 Millionen Aktien.

Diese Maßnahmen treffen auf eine charttechnisch angeschlagene Aktie. Mit einem Schlusskurs von 57,79 Euro am Freitag notiert das Papier seit Jahresanfang fast 7 Prozent im Minus und verharrt deutlich unter der 50-Tage-Linie von 60,30 Euro. Auch institutionelle Investoren bleiben jedoch an Bord: BlackRock hält laut jüngsten Meldungen rund 6,17 Prozent der Stimmrechte.

Blick auf die Zahlen

Die wahre Bewährungsprobe steht allerdings in weniger als zwei Wochen an. Am 12. Februar legt Mercedes-Benz die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Die Erwartungshaltung ist gedämpft: Bereits im dritten Quartal sanken die Umsätze, und das Unternehmen bestätigte zuletzt eine Prognose, die EBIT und Free Cash Flow deutlich unter den Vorjahreswerten sieht.

Für den weiteren Kursverlauf wird entscheidend sein, ob der Konzern am 12. Februar einen glaubwürdigen Ausblick liefert, der über bloße Modellpflege hinausgeht. Kann das Management aufzeigen, wie trotz gesunkener Absatzzahlen die Profitabilität gesichert wird, dürfte dies den nötigen Impuls für eine Bodenbildung liefern.

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