Der Tech-Gigant treibt seine KI- und Cloud-Strategie mit Milliardenübernahmen massiv voran. Dennoch macht sich an der Wall Street plötzlich Skepsis breit. Innerhalb von nur 48 Stunden haben gleich zwei Großbanken ihre Erwartungen für den IT-Konzern spürbar nach unten korrigiert.

Auslöser für die gedämpfte Stimmung sind neue Einschätzungen von BMO Capital und JPMorgan. BMO senkte das Kursziel am Donnerstag deutlich von 350 auf 290 US-Dollar, beließ die Einstufung aber auf „Market Perform“. Als Hauptgrund nannten die Experten eine branchenweite Bewertungskompression bei Software- und IT-Dienstleistungen. Bereits am Vortag hatte JPMorgan das Ziel von 317 auf 283 US-Dollar gekappt. Den Analysten fehlt aktuell schlicht das Aufwärtspotenzial, um eine aggressivere Kaufempfehlung auszusprechen, auch wenn sie die starke Marktpositionierung bei Künstlicher Intelligenz anerkennen.

Gespaltene Expertenmeinungen

Ein Blick auf die Wall Street offenbart eine tiefe Spaltung der Analystenzunft. Während BMO und JPMorgan zur Vorsicht mahnen, halten andere Institute an ihren optimistischen Prognosen fest:

  • Oppenheimer: 380 US-Dollar (Outperform)
  • Argus: 360 US-Dollar (Buy)
  • Wedbush: 340 US-Dollar (Outperform)

Diese Bullen stützen sich auf die operativen Erfolge. Im jüngsten Quartal übertraf das Unternehmen mit einem Gewinn von 4,52 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatzsprung von 12,2 Prozent die Konsensschätzungen deutlich.

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Strategie trifft auf Marktrealität

An der Börse spiegelt sich der Bewertungsdruck wider. Mit einem RSI-Wert von 81,0 galt das Papier in den vergangenen zwei Wochen als technisch massiv überkauft, was die Anfälligkeit für Gewinnmitnahmen erhöhte und den aktuellen Rücksetzer auf 215,75 Euro begünstigt. Anleger wägen derzeit ab, ob strategische Meilensteine wie die jüngste 11-Milliarden-Dollar-Übernahme von Confluent oder die erweiterte KI-Partnerschaft mit Nvidia die kurzfristigen Bewertungsrisiken aufwiegen. Als verlässlicher Puffer dient einkommensorientierten Aktionären dabei die Dividende, die seit 30 Jahren kontinuierlich angehoben wird.

Die Integration der milliardenschweren Confluent-Übernahme sowie die Skalierung der Nvidia-Partnerschaft bilden nun die zentralen Katalysatoren für die nächsten Quartalszahlen. Gelingt es dem Management, diese Investitionen zügig in margenstarkes Wachstum umzumünzen, entzieht das der aktuellen Bewertungsdebatte an der Wall Street die Grundlage.

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