Mercedes-Benz Aktie: Margen-Schock!
Der Stuttgarter Autobauer hat am Donnerstag die Karten auf den Tisch gelegt – und die fallen ernüchternd aus. Für 2026 peilt Mercedes-Benz im Pkw-Geschäft eine operative Marge von nur noch 3 bis 5 Prozent an. Zum Vergleich: 2025 lag sie bei 5 Prozent, Analysten hatten mit 5,8 Prozent gerechnet. Die Aktie reagierte prompt und sackte zwischenzeitlich um fast 6 Prozent ab, konnte sich aber später etwas fangen.
Das vergangene Jahr war bereits brutal für die Schwaben. Der bereinigte operative Gewinn brach um 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro ein, der Konzernumsatz sank um gut 9 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis? Fast halbiert auf 5,3 Milliarden Euro. Die Dividende wird von 4,30 auf 3,50 Euro gekürzt. Verantwortlich für das Desaster: US-Zölle in Höhe von rund einer Milliarde Euro, ein schwacher Dollar (1,5 Milliarden Euro Gegenwind allein in der Pkw-Sparte) und vor allem die Kaufzurückhaltung in China.
China bleibt das Sorgenkind
Konzernchef Ola Källenius machte deutlich: Für 2026 rechnet er mit einem erneuten Absatzrückgang im Reich der Mitte. Die deutschen Premium-Marken verlieren dort zunehmend an Boden gegen die erstarkende lokale Konkurrenz – und das betrifft nicht mehr nur Elektroautos, sondern auch das bisher sichere Terrain mit höherwertigen Verbrennermodellen. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Auto rutschte 2025 von 71.000 auf 68.100 Euro – Mercedes muss im harten Wettbewerb Rabatte geben.
Die Hoffnung ruht nun auf einer Modelloffensive: 40 neue Modelle bis 2027 sollen den Absatz mittelfristig wieder auf rund zwei Millionen Fahrzeuge hieven, das wären etwa 200.000 mehr als 2025. Auch ein Nachfolger für die 2027 auslaufende A-Klasse ist geplant, um im europäischen Einstiegssegment wieder Fuß zu fassen. Die elektrischen Varianten des CLA und der E-Klasse sowie die erneuerte S-Klasse sollen speziell in China punkten.
Sparprogramm läuft auf Hochtouren
Immerhin: Das 2025 ausgerufene Sparprogramm zeigt erste Wirkung. Die Produktionskosten sollen bis 2027 im Vergleich zu 2024 um 10 Prozent sinken, die Fixkosten ebenfalls um 10 Prozent. Für den Stellenabbau – ohne konkrete Zielzahl – stellte Mercedes im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro zurück. Die Auszahlungen für Aufhebungsverträge werden allerdings den freien Mittelzufluss im Industriegeschäft 2026 weiter belasten. Dieser war bereits von 9,2 auf 5,4 Milliarden Euro abgesackt und soll nun noch einmal leicht fallen.
Um Liquidität zu generieren, will Mercedes 2026 einen Teil seiner Daimler-Truck-Beteiligung verkaufen. Seit der Abspaltung 2021 hält der Konzern 30 Prozent der Anteile. Zusammen mit dem geplanten Verkauf der Leasingtochter Athlon an BNP Paribas erwartet Mercedes einen Mittelzufluss von rund 2 Milliarden Euro. Analysten von Bernstein Research nannten das bereinigte operative Ergebnis 29 Prozent unter Konsens, RBC Capital rechnet mit kurzfristigem Kursdruck. JPMorgan sieht immerhin den starken Cashflow als Stütze für Dividende und Aktienrückkäufe.
Die Zielmarke einer zweistelligen Marge im Pkw-Geschäft? Erst 2027 wieder in Sicht. Bis dahin bleibt es ein Jahr des Übergangs – mit erhöhten Zollbelastungen und einem weiterhin schwierigen China-Geschäft.
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