Am morgigen Donnerstag legt der Stuttgarter Automobilkonzern die vollständigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Nach einem herausfordernden Jahr, geprägt von Schwäche im China-Geschäft und hohen Investitionskosten, richten sich alle Blicke auf die Profitabilität und den Ausblick. Können das strikte Sparprogramm und die Fokussierung auf das Luxussegment die Anleger überzeugen?

Hier sind die wichtigsten Fakten vor der Veröffentlichung:

  • Termin: Jahresergebniskonferenz am 12. Februar 2026 um 8:00 Uhr.
  • Absatz: 2,16 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2025.
  • Lichtblick: Rekordabsatz bei der G-Klasse und starkes AMG-Geschäft.
  • Maßnahme: Laufendes Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro.

Ein Jahr der Gegensätze

Das Geschäftsjahr 2025 verlangte dem Konzern einiges ab. Während die Nachfrage im wichtigsten Einzelmarkt China schwächelte, mussten gleichzeitig Milliarden in die Elektrifizierung und die neue Software-Architektur MB.OS fließen. Das Management um Ola Källenius hatte bereits im Januar signalisiert, dass das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen liegen dürfte. Dennoch bleibt die Unsicherheit greifbar, wie stark die Margen unter dem schwierigen Umfeld gelitten haben.

Einen Hoffnungsschimmer bietet das vierte Quartal. Mit 558.400 verkauften Einheiten markierte der Jahresendspurt das stärkste Quartal 2025. Besonders die margenstarke „Top-End“-Sparte rund um AMG und die G-Klasse erwies sich als robuste Stütze. Allein die Performance-Marke AMG steigerte den Absatz um sieben Prozent. Diese Zahlen bestätigen die Strategie, den Fokus konsequent auf das Luxussegment zu legen, um Schwankungen im Volumengeschäft auszugleichen.

Kurs unter Druck und Gegenmaßnahmen

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Die Skepsis der Marktteilnehmer spiegelt sich im aktuellen Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 5,96 Prozent an Wert und notiert derzeit bei 58,24 Euro. Auch kurzfristig dominierten die Bären, mit einem Minus von knapp 4,5 Prozent auf Wochensicht. Um den Aktienkurs zu stützen und Kapital an die Aktionäre zurückzugeben, läuft seit November ein umfangreiches Rückkaufprogramm. Bis Anfang Februar sammelte das Unternehmen bereits über 9 Millionen eigene Aktien ein, die anschließend vernichtet werden sollen.

Parallel dazu treibt der Vorstand die Effizienzmaßnahmen voran. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2027 sollen die Produktionskosten um zehn Prozent sinken. Erste Erfolge zeigten sich bereits im dritten Quartal des Vorjahres mit Einsparungen von über 600 Millionen Euro. Analysten werden morgen genau prüfen, ob dieses Tempo gehalten werden kann.

Fokus auf 2026

Die morgige Präsentation wird nicht nur den Rückspiegel bedienen, sondern vor allem die Richtung für das laufende Jahr vorgeben. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte der Ausblick auf 2026 sein. Mit Spannung erwartet der Markt Details zur Markteinführung neuer Modelle wie dem elektrischen AMG GT 4-Türer. Gelingt es dem Management, glaubhaft darzulegen, wie trotz hoher Investitionen die Profitabilität gesichert wird, könnte dies der Aktie neue Impulse verleihen.

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