Masayoshi Son liefert. Nach turbulenten Zeiten meldet der japanische Tech-Gigant das vierte Gewinnquartal in Folge. Der Grund für das Comeback ist eindeutig: Die massive Wette auf künstliche Intelligenz beginnt Früchte zu tragen, während das Unternehmen sein Portfolio radikal umbaut.

OpenAI als Gewinntreiber

Im dritten Geschäftsquartal (per Ende Dezember) verzeichnete der Konzern einen Nettogewinn von 248,6 Milliarden Yen (rund 1,6 Milliarden Dollar). Ein deutlicher Kontrast zum Vorjahr, als noch tiefrote Zahlen in den Büchern standen. Verantwortlich für diesen Aufschwung sind vor allem Bewertungsgewinne im Technologie-Portfolio.

Allen voran glänzt die Beteiligung an OpenAI. Allein hier verbuchte die Vision-Fund-Einheit im abgelaufenen Quartal einen Bewertungsgewinn von 4,2 Milliarden Dollar. Dieser Sprung kompensierte Rückgänge bei anderen Positionen fast im Alleingang. SoftBank hält mittlerweile rund 11 Prozent an dem ChatGPT-Entwickler und hat insgesamt mehr als 30 Milliarden Dollar investiert.

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Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
* Nettogewinn: 248,6 Mrd. Yen (Vj: 369 Mrd. Yen Verlust)
* OpenAI-Bewertungsgewinn (Q3): 4,2 Mrd. Dollar
* Gesamter Bewertungsgewinn OpenAI: 19,8 Mrd. Dollar (kumuliert)
* Trend: Viertes Quartal mit schwarzen Zahlen in Folge

Radikaler Umbau der Finanzierung

Um die aggressive Expansion im KI-Sektor zu stemmen, schichtet SoftBank das Kapital rigoros um. In der zweiten Jahreshälfte trennte sich das Unternehmen von Nvidia-Anteilen im Wert von 5,8 Milliarden Dollar und reduzierte die Position bei T-Mobile um 12,7 Milliarden Dollar.

Gleichzeitig erhöht der Konzern die finanzielle Hebelwirkung. Die Anteile am Chip-Designer Arm sowie am heimischen Telekommunikationsgeschäft SoftBank Corp. dienen verstärkt als Sicherheit für neue Kredite. Diese Liquidität fließt direkt in den Ausbau des KI-Ökosystems, zu dem auch die jüngst vereinbarte Übernahme der Private-Equity-Firma DigitalBridge Group gehört.

SoftBank transformiert sich damit konsequent von einem breiten Tech-Investor zu einer spezialisierten KI-Holding. Angesichts von Marktberichten über eine mögliche weitere Investition von bis zu 30 Milliarden Dollar in OpenAI macht sich der Konzern fast vollständig von der Entwicklung des KI-Marktführers abhängig.

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