Ein Spagat zwischen operativer Offensive und branchenweiter Verunsicherung prägt die aktuelle Lage bei Mercedes-Benz. Während der Konzern in den USA seine Infrastruktur ausbaut und das Aktienrückkaufprogramm konsequent fortsetzt, sorgt ein massiver Milliardenverlust beim Konkurrenten Ford für Nervosität im Sektor. Alle Augen richten sich nun auf die morgige Bilanzpressekonferenz: Kann sich der Stuttgarter Autobauer vom negativen Branchentrend abkoppeln?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Expansion: Neuer Daimler Coaches Hauptsitz in Florida eröffnet.
* Rückkauf: Über 700.000 Aktien in der vergangenen Woche erworben.
* Warnsignal: US-Konkurrent Ford meldet 11,1 Mrd. USD Quartalsverlust.
* Termin: Jahresergebnisse folgen am Donnerstag, 12. Februar 2026.

Strategische Stärkung im US-Markt

Unmittelbar vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen setzt Mercedes-Benz ein operatives Ausrufezeichen im wichtigen nordamerikanischen Markt. Die Tochtergesellschaft Daimler Coaches North America nahm am gestrigen Dienstag ihren neuen Hauptsitz in West Jacksonville, Florida, in Betrieb.

Mit einer Investitionssumme von über 100 Millionen US-Dollar und einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern zielt der Standort auf die Abwicklung von jährlich mehr als 300 Reisebussen der Tourrider-Serie ab. Dieser Schritt verdeutlicht, dass der Konzern trotz makroökonomischer Gegenwinde weiterhin gezielt in profitable Nischen investiert, um seine physische Präsenz in den USA zu festigen.

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Aktienrückkauf stützt den Kurs

Parallel zur operativen Expansion nutzt das Management die aktuelle Börsenschwäche für weitere Aktienrückkäufe. In der Woche vom 2. bis 6. Februar erwarb das Unternehmen 714.801 eigene Anteile zu Durchschnittskursen zwischen 58,19 Euro und 60,38 Euro.

Diese Maßnahmen wirken stabilisierend, da die Aktie seit Jahresanfang rund 5,5 Prozent an Wert eingebüßt hat. Aktuell notiert das Papier mit 58,53 Euro weiterhin unter dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 60,01 Euro. Das Gesamtvolumen der seit November 2025 zurückgekauften Aktien beläuft sich mittlerweile auf knapp 9,3 Millionen Stück. Dies signalisiert dem Markt, dass Mercedes-Benz trotz der volatilen Phase von seiner Cashflow-Stärke überzeugt ist.

Schatten durch Ford-Zahlen

Die Stimmung im Automobilsektor ist jedoch angespannt. Der US-Rivale Ford schockte die Märkte am Dienstag mit einem Quartalsverlust von 11,1 Milliarden US-Dollar, verursacht durch massive Abschreibungen im Elektro-Segment und hohe Kosten durch Importzölle.

Diese Hiobsbotschaft aus Detroit erhöht den Druck auf Mercedes-Benz erheblich. Analysten werden am morgigen Donnerstag, den 12. Februar 2026, genau prüfen, ob die Stuttgarter ähnliche Probleme bei der EV-Profitabilität haben oder ob ihre Premium-Strategie widerstandsfähiger ist. Entscheidend wird sein, wie der Vorstand die Margenentwicklung und die Auswirkungen möglicher Handelsbarrieren für das kommende Geschäftsjahr einschätzt.

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