Die Karten liegen auf dem Tisch und sie sind ernüchternd: Mercedes-Benz hat ein finanziell schwieriges Jahr 2025 hinter sich, das tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen hat. Mit einem massiven Gewinneinbruch und einer gekürzten Dividende reagiert der Automobilkonzern nun mit einem strikten Sparprogramm. Doch reicht die neue Strategie aus, um das Ruder im laufenden Jahr herumzureißen?

Das am 4. März vorgelegte Zahlenwerk bestätigt die Befürchtungen vieler Marktbeobachter. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um rund 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro ein. Noch drastischer fiel der Rückgang beim Konzernnettogewinn aus, der sich mit 5,33 Milliarden Euro beinahe halbierte (minus 48 Prozent). Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren neben einer allgemeinen Nachfrageschwäche in China auch hohe Zollbelastungen und ungünstige Währungseffekte.

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Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 56,14 Euro und verlor seit Jahresanfang fast 9 Prozent an Wert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 62 Euro hat sich damit spürbar vergrößert.

Dividende gekürzt, Cashflow sinkt

Für Anleger hat die operative Talfahrt direkte finanzielle Konsequenzen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividendenkürzung auf 3,50 Euro je Aktie vor, nachdem im Vorjahr noch 4,30 Euro ausgeschüttet wurden. Diese Maßnahme ist auch eine Reaktion auf die angespannte Liquiditätslage: Der Free Cash Flow im Industriegeschäft schrumpfte von 9,2 Milliarden auf nur noch 5,4 Milliarden Euro zusammen.

Einzig die Finanzsparte Financial Services konnte als Lichtblick überzeugen und steigerte ihr Ergebnis um knapp 12 Prozent. Um den Kapitalmarkt trotz der reduzierten Ausschüttung bei Laune zu halten, setzt der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm fort. Bis zu 1,7 Milliarden Euro stehen hierfür 2026 noch bereit, wobei Großaktionäre wie BAIC und Geely ihre Anteile durch Verkäufe stabil unter der 10-Prozent-Schwelle halten.

Gegensteuern mit Modelloffensive

Um die Profitabilität wiederherzustellen, verordnet das Management dem Konzern eine harte Effizienzkur. Das erklärte Ziel lautet, die Produktionskosten pro Fahrzeug bis 2027 um 10 Prozent gegenüber dem Niveau von 2024 zu senken. Dieser Umbau fordert jedoch zunächst Opfer: Für den strukturellen Stellenabbau fallen Einmalkosten in Höhe von 1,6 Milliarden Euro an.

Gleichzeitig versucht Mercedes-Benz, sich aus der Krise herauszuwachsen. Eine massive Produktoffensive mit über 40 neuen Modellen in den kommenden drei Jahren soll den Absatz, der zuletzt um 9,2 Prozent auf 1,8 Millionen Pkw zurückging, wieder ankurbeln.

2026 bleibt ein Übergangsjahr

Trotz der eingeleiteten Maßnahmen dämpft der Vorstand die Erwartungen für die unmittelbare Zukunft. Der Ausblick für 2026 fällt konservativ aus: In der wichtigen Pkw-Sparte wird lediglich eine bereinigte Umsatzrendite zwischen 3 und 5 Prozent angepeilt. Eine Rückkehr zu zweistelligen Margen stellt das Management erst für das Jahr 2027 in Aussicht.

Der Weg zurück zu alter Ertragsstärke ist damit klar definiert, aber langwierig. Der Erfolg der Aktie hängt in den nächsten Quartalen maßgeblich davon ab, wie schnell die Kostensenkungen greifen und ob die neuen Modelle bei den Kunden auf die erhoffte Resonanz stoßen. Bis dahin bleibt das Papier eine Geschichte des Umbaus.

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