D-Wave startet in den März mit einem Spagat: Strategisch stellt sich der Quantencomputer-Spezialist breiter auf, an der Börse überwiegt zuletzt aber die Skepsis. Seit Januar hat die Aktie mehr als ein Viertel verloren – trotz Rekordumsatz im Gesamtjahr und einer großen Übernahme. Was steckt hinter dieser Lücke zwischen Story und Kurs?

Rekordjahr – aber schwaches Quartal

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 (vorgelegt Ende Februar) zeigen vor allem eines: Das Wachstum ist hoch. Der Umsatz stieg auf 24,6 Mio. US-Dollar, ein Plus von 179% gegenüber 2024. Beim Bruttogewinn meldete das Unternehmen ein Wachstum von 265%. Gleichzeitig lag die Liquidität zum Jahresende laut Angaben bei über 884 Mio. US-Dollar – die höchste in der Firmengeschichte.

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Im vierten Quartal fiel das Bild deutlich durchwachsener aus. Der Umsatz lag bei 2,75 Mio. US-Dollar (+19% zum Vorjahr), verfehlte aber die Analystenschätzung von 3,72 Mio. US-Dollar um 26%. Der bereinigte Nettoverlust weitete sich auf 31,8 Mio. US-Dollar beziehungsweise 0,09 US-Dollar je Aktie aus. Erwartet worden waren 0,06 US-Dollar je Aktie. Nach dem Bericht senkten Evercore ISI und Mizuho ihre Kursziele.

Buchungen als Hoffnungsträger für 2026

Trotz des enttäuschenden Quartals liefert der Blick nach vorn freundlichere Signale. Im Januar verbuchte D-Wave nach eigenen Angaben mehr als 30 Mio. US-Dollar an „Bookings“. Bis zum 25. Februar lagen die Bookings seit Jahresbeginn im ersten Quartal 2026 bei über 32,8 Mio. US-Dollar.

Der CFO stellte in einer Analystenkonferenz zudem stärkeres Umsatzwachstum für die zweite Jahreshälfte in Aussicht. Der Analystenkonsens für 2026 liegt bei knapp 43 Mio. US-Dollar Umsatz – das entspräche einem Plus von 68% gegenüber 2025.

550-Millionen-Deal und mehr Staatspartner

Der größte strategische Schritt zu Jahresbeginn war der Abschluss der Übernahme von Quantum Circuits Inc. D-Wave beziffert den Kaufpreis auf 550 Mio. US-Dollar, bestehend aus 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Stammaktien und 250 Mio. US-Dollar in bar. Ziel ist es, das eigene Angebot um Gate-Model-Technologie zu ergänzen und damit zwei Plattformen abzudecken: Annealing und Gate-Model.

CEO Dr. Alan Baratz sagte dazu, das Gate-Model ermögliche es, den adressierbaren Markt „im Wesentlichen zu verdoppeln“. Quantum Circuits bringt laut Unternehmen unter anderem Dual-Rail-Qubits mit integrierter „Erasure Detection“ ein, die 90% der auftretenden Fehler erkennen sollen. Zudem nennt D-Wave Gate-Fidelities von über 99,9%.

Parallel baut D-Wave seine Präsenz im US-Regierungs- und Verteidigungsumfeld aus. Das Unternehmen ist Gründungsmitglied der „Southeastern Quantum Collaborative“ (SQC) – gemeinsam mit Partnern wie IBM sowie mehreren Universitäten und Technologieorganisationen. Zudem wurde eine neue Geschäftseinheit angekündigt, die die Verbreitung der eigenen Quantenprodukte im US-Regierungsumfeld vorantreiben soll. Geleitet wird sie von Jack Sears Jr.

Auch operativ setzt D-Wave Akzente: Der Hauptsitz soll von Silicon Valley nach Boca Raton (Florida) verlegt werden, der Umzug in eine rund 25.000 Quadratfuß große Anlage ist bis Ende 2026 geplant. Zudem sagte die Florida Atlantic University 20 Mio. US-Dollar für eine Partnerschaft zu, die unter anderem die Installation eines Advantage2-Systems am Campus in Boca Raton vorsieht.

Zum heutigen Handelstag notiert die Aktie bei etwa 18,91 US-Dollar und liegt damit seit Jahresanfang mehr als 27% im Minus. Entscheidend für die nächsten Quartale bleibt, ob die hohen Bookings tatsächlich als Umsatz ankommen – während die Verluste gleichzeitig auf einem Niveau bleiben, das der Markt aktuell klar kritisch einpreist.

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