Der DAX hat sich zur Wochenmitte aus einer Phase der Zurückhaltung nach oben gearbeitet – und damit eine zentrale Marke zurückerobert. Auslöser war weniger Euphorie, sondern vor allem Entspannungssignale an der Öl-Front und gezielte Umschichtungen vor anstehenden Indexanpassungen. Doch wie stabil ist diese Rückkehr über 24.000 Punkte, wenn gleichzeitig neue Zollpläne und geopolitische Risiken im Raum stehen?

Entspannung beim Öl, Hilfe aus den USA

Zum Start bremsten Verluste in Asien die Risikofreude, obwohl die US-Börsen am Vortag freundlich vorgelegt hatten. Unterstützung kam dann aus einem unerwarteten Winkel: Meldungen über eine mögliche Eskortierung von Öltankern durch die US-Marine dämpften Sorgen an der Rohstofffront. Der Brent-Ölpreis gab zwischenzeitlich leicht nach – und der DAX fand spürbar leichter Tritt.

In der Folge pendelte der Index in die Gewinnzone und holte sich die psychologisch wichtige 24.000er-Schwelle zurück. Auch die enge Kopplung an die USA blieb ein Faktor: Die Erholung an den US-Märkten am Mittwoch stützte das Sentiment in Frankfurt.

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Einzelwerte: Zykliker ziehen, Prognosen drücken

Unter der Oberfläche zeigte sich ein gemischtes Bild. Gefragt waren vor allem konjunktursensitive Werte: Infineon und Daimler Truck zählten zu den stärkeren Titeln und gaben dem Index Rückenwind. Im weiteren Markt fiel zudem Sixt positiv auf, nachdem das Unternehmen für 2025 einen Rekordumsatz gemeldet hatte.

Auf der Verliererseite standen dagegen Namen, bei denen der Ausblick oder Kostenentwicklung belasteten. Adidas rutschte nach enttäuschenden Prognosen auf ein Dreijahrestief. Bayer geriet wegen gestiegener US-Rechtsstreitkosten deutlich unter Druck. Zudem belastete bei Brenntag eine Dividendenkürzung die Stimmung, während Redcare Pharmacy im MDAX nach schwachen Zielen für 2026 stark nachgab.

Technik und Ausblick: Indexwechsel als Volatilitätsfaktor

Aus technischer Sicht bleibt das Signal klar: Mit dem Schlusskurs von 24.217,01 Punkten (Mittwoch) liegt der DAX wieder über der 24.000er-Marke. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den Trend, dass die Erholung noch Arbeit vor sich hat: Der Index notiert rund 2,67% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (24.881,99). Der RSI (14 Tage) von 45,9 spricht eher für ein neutrales Momentum als für Überhitzung.

Nach vorn richtet sich der Blick auf zwei konkrete Treiber: Erstens bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten ein Volatilitätsmotor. Zweitens könnten die angekündigten US-Zollpläne (15% in dieser Woche) die kommenden Handelstage prägen. Zusätzlich stehen zum 23.03.2026 im MDAX und SDAX spürbare Umschichtungen an – ein Umfeld, in dem gerade institutionelle Rebalancings kurzfristig Bewegung in einzelne Titel und damit auch in die Indizes bringen können.

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