Ferrexpo Aktie: Existenzbedrohende Krise
Ferrexpo muss den Bergbau in der Ukraine stoppen. Die Kombination aus massiven Schäden am nationalen Stromnetz und einem drohenden Insolvenzverfahren setzt das Unternehmen unter extremen Druck. Während die Produktion aufgrund der Energieengpässe stillsteht, kämpft das Management an einer zweiten Front vor Gericht um die Kontrolle über seine wichtigste Tochtergesellschaft.
Produktionsstopp und Infrastrukturschäden
Erneute Angriffe auf das ukrainische Stromnetz zwingen Ferrexpo dazu, den Betrieb vorübergehend vollständig einzustellen. Ein Teil der Belegschaft wurde bereits freigestellt. Erst wenn eine stabile Stromversorgung auf dem erforderlichen Niveau gewährleistet ist, kann die Förderung wieder aufgenommen werden.
Schon im vergangenen Jahr kämpfte der Konzern mit erheblichen Einbußen durch Instabilitäten im Energienetz. Im dritten Quartal 2025 sank die Pelletproduktion im Vergleich zum Vorquartal um 22,3 Prozent auf rund 639.000 Tonnen. Zu diesem Zeitpunkt konnte das Unternehmen zeitweise nur noch eine einzige Produktionslinie betreiben. Trotz der Schwere der jüngsten Infrastrukturschäden meldet Ferrexpo immerhin keine Personenschäden; auch die technischen Bergbauanlagen blieben unversehrt.
Juristisches Tauziehen um Tochtergesellschaft
Parallel zur operativen Krise verschärft sich die rechtliche Lage massiv. Ein ukrainisches Gericht eröffnete am 24. Februar das Insolvenzverfahren gegen die Kern-Tochter Ferrexpo Poltava Mining und bestellte einen Insolvenzverwalter. Auslöser ist eine umstrittene Forderung der Maxi Capital Group über rund 4,73 Milliarden Hryvnia (etwa 114 Millionen US-Dollar) aus Bürgschaften für eine mittlerweile bankrotte Bank.
An der Börse reagierten Anleger bereits Ende Februar mit Panik: Die Aktie stürzte um fast 30 Prozent auf 50,5 Pence ab. Obwohl der Oberste Gerichtshof die Vollstreckung der Forderung bereits im Jahr 2024 ausgesetzt hatte, trieb das lokale Gericht das Insolvenzverfahren nun voran. Das Management kündigte Berufung an, doch nach ukrainischem Recht stoppt dieser Schritt das laufende Verfahren vorerst nicht.
Die unmittelbare Zukunft von Ferrexpo hängt nun von der Reparatur des regionalen Stromnetzes und dem Ausgang des juristischen Streits ab. Bis auf Weiteres bleibt die aktuelle Führung der Tochtergesellschaft im Amt, um den Geschäftsbetrieb unter der Aufsicht des Insolvenzverwalters zu koordinieren, sobald die Energieversorgung wieder stabil ist.
Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 05. März liefert die Antwort:
Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








