Der Stuttgarter Autobauer kämpft mit massivem Gegenwind in seinem wichtigsten Markt. Während die Jahresbilanz 2025 einen deutlichen Absatzrückgang offenbart, zeigen sich in spezifischen Hochmargen-Segmenten überraschende Rekorde. Kann die angekündigte Modelloffensive das Ruder im neuen Jahr herumreißen?

  • Gesamtabsatz: Rückgang um 10 % auf 2,16 Millionen Fahrzeuge.
  • China-Krise: Einbruch der Verkäufe um massive 19 %.
  • Lichtblick: Rekordjahr für die G-Klasse und Zuwächse bei AMG.

Das Jahr 2025 war für Mercedes-Benz von schmerzhaften Einschnitten geprägt. Die am Montag veröffentlichten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit weltweit 2,16 Millionen verkauften Einheiten verfehlte der Konzern das Vorjahresniveau deutlich. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist die Schwäche im Reich der Mitte. In China, dem traditionellen Wachstumsmotor der Branche, brachen die Verkäufe um fast ein Fünftel auf gut 551.000 Fahrzeuge ein. Das Management führt dies auf ein extrem aggressives Wettbewerbsumfeld zurück, in dem man sich bewusst gegen Preiskämpfe und für den Werterhalt entschieden habe.

Auch in den USA ging der Absatz an Händler um 12 % zurück, was primär auf Bestandsmanagement und Zolleffekte zurückzuführen ist. Interessant ist jedoch die Diskrepanz zur Endkundennachfrage: Die tatsächlichen Auslieferungen an US-Kunden stiegen leicht an, was auf eine stabilere Nachfragebasis hindeutet als die Großhandelszahlen vermuten lassen. Europa erwies sich als Stabilitätsanker mit einem nur minimalen Rückgang von 1 %.

Luxus läuft, Masse schwächelt

Trotz der trüben Gesamtbilanz greift die Luxusstrategie des Konzerns in der Nische. Die Performance-Marke Mercedes-AMG verzeichnete gegen den Markttrend ein Plus von 7 %. Noch beeindruckender lief es für die G-Klasse: Der Geländewagen-Klassiker erzielte mit einem Zuwachs von 23 % das beste Absatzergebnis seiner Geschichte.

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Diese Erfolge im Top-End-Segment sind für die Margensicherung essenziell, da der Konzerngewinn in den ersten neun Monaten bereits um rund 50 % eingebrochen war. An der Börse wird die gemischte Nachrichtenlage heute gefasst aufgenommen. Die Aktie notiert aktuell bei rund 59,66 Euro und verzeichnet ein leichtes Plus von 0,25 %. Anleger scheinen die schwachen Absatzzahlen bereits weitgehend eingepreist zu haben, wenngleich der Titel seit Jahresanfang rund 3,7 % an Wert verloren hat.

Wende bei E-Autos?

Die Transformation zur Elektromobilität verläuft weiterhin schleppend, zeigt aber Anzeichen einer Bodenbildung. Zwar gingen die Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) im Gesamtjahr um 9 % zurück, doch das vierte Quartal brachte eine Trendwende. In den letzten drei Monaten 2025 stiegen die BEV-Absätze um 3 %.

Verantwortlich für diesen späten Schub sind neuere Modelle und eine sequenzielle Verbesserung in allen wichtigen Regionen zum Jahresende. Das vierte Quartal war mit einem Plus von 6 % gegenüber dem Vorquartal der stärkste Zeitabschnitt des Jahres – ein Signal, das Marktbeobachter als vorsichtige Stabilisierung werten.

Ausblick: Das bringt 2026

CEO Ola Källenius setzt nun alles auf eine umfassende Produktoffensive. Bereits Ende Januar steht ein umfangreiches Update der S-Klasse an, gefolgt von neuen elektrischen Modellen auf der AMG.EA-Plattform im Jahresverlauf. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Profitabilität wieder auf das gewohnte Niveau zu heben, wird sich bald zeigen. Die entscheidenden Details zur finanziellen Verfassung liefert der Konzern am 12. Februar 2026 mit dem vollständigen Geschäftsbericht.

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