Die Commerzbank steht unter doppeltem Druck. Während die Eskalation im Nahen Osten den Kurs auf Talfahrt schickt, ist eine entscheidende rechtliche Hürde für eine Übernahme durch die UniCredit gefallen. Die Italiener können nun deutlich günstiger zuschlagen – ausgerechnet in einer Phase der Schwäche.

Charttechnischer Bruch verstärkt Abwärtsdruck

Der Kurs durchbrach am 3. März die wichtige 200-Tage-Linie bei 32,10 Euro nach unten und notiert aktuell bei 31,97 Euro. Vom Jahreshoch bei 38,25 Euro hat sich das Papier damit um über 16 Prozent entfernt. Die militärischen Auseinandersetzungen im Iran trieben die Energiepreise in die Höhe und lösten massive Verkaufswellen bei europäischen Bankaktien aus. Allein am 27. Februar verlor die Aktie 3,46 Prozent, drei Handelstage später folgte ein weiterer Einbruch um über drei Prozent.

Die kurzfristigen Durchschnittslinien bei 34,75 Euro (50-Tage-Linie) und 34,18 Euro (100-Tage-Linie) liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Sollte sich der Bruch der 200-Tage-Linie bestätigen, könnte weiteres Abwärtspotenzial bis 29,18 Euro entstehen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Commerzbank?

Aktientauschsperre ausgelaufen – UniCredit in besserer Position

Ende Februar lief die sogenannte Aktientauschsperre aus. Diese rechtliche Frist hatte die UniCredit bislang gezwungen, ein potenzielles Übernahmeangebot in bar zu strukturieren. Nun kann der italienische Konkurrent auch eigene Aktien als Gegenleistung anbieten – ein entscheidender Vorteil. Die UniCredit-Papiere haben sich in den vergangenen drei Jahren vervierfacht, wodurch die Italiener deutlich weniger eigene Anteile für ein Angebot aufwenden müssten.

Diese Entwicklung fällt zeitlich mit der Kursschwäche zusammen. CEO Bettina Orlopp versucht durch Effizienzsteigerungen, den Unternehmenswert zu erhöhen und die Bank als Übernahmeziel zu verteuern. Die aktuellen Rahmenbedingungen spielen ihr dabei nicht in die Karten.

Konjunktursorgen belasten das Geschäftsmodell

Die rasant gestiegenen Energiepreise wecken Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung in Deutschland. Das würde das zinsabhängige Kerngeschäft treffen. Gleichzeitig könnten steigende Kreditausfälle höhere Rückstellungen erfordern und den Gewinn belasten. Die Commerzbank ist als klassisches Kreditinstitut besonders anfällig für makroökonomische Verwerfungen.

Der Bankensektor reagiert sensibel auf geopolitische Krisen. Die Kombination aus Energiepreisschock und erhöhter Übernahmewahrscheinlichkeit schafft eine unsichere Gemengelage. In den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, ob die UniCredit die aktuelle Schwächephase für einen konkreten Vorstoß nutzt.

Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 04. März liefert die Antwort:

Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...