Mercedes-Benz Aktie: China bremst, AMG glänzt
Am 12. Februar wird es ernst für den Stuttgarter Autobauer. Die Jahreszahlen für 2025 stehen an und die Vorzeichen könnten widersprüchlicher kaum sein: Einem deutlichen Absatzeinbruch im wichtigen chinesischen Markt stehen Rekordwerte im absoluten Luxussegment gegenüber. Während die Aktie zuletzt Stärke zeigte, stellt sich für Anleger vor der Bilanzvorlage die entscheidende Frage: Kann die Margen-Strategie die Volumenschwäche im Massengeschäft kompensieren?
Das Wichtigste im Überblick:
* Absatzrückgang: Globales Minus von 10 % auf 2,16 Millionen Fahrzeuge.
* China-Schwäche: Verkäufe im Reich der Mitte brachen um 19 % ein.
* Lichtblick: Rekordwerte bei AMG und G-Klasse.
* Termin: Bilanzvorlage am Donnerstag, 12. Februar 2026.
Die China-Problematik
Die bereits veröffentlichten Absatzzahlen zeichnen ein klares Bild der aktuellen Herausforderungen. Mit insgesamt 2,16 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2025 musste der Konzern einen Rückgang von 10 Prozent hinnehmen. Verantwortlich dafür ist primär der chinesische Markt, wo der Absatz um fast ein Fünftel auf 551.900 Fahrzeuge absackte.
In anderen Regionen zeigt sich der Premiumhersteller widerstandsfähiger. In Europa blieben die Verkäufe mit einem Minus von einem Prozent nahezu stabil, während in den USA sogar ein leichtes Plus bei den Kundenauslieferungen verzeichnet wurde. Hoffnung macht zudem der Trend zum Jahresende: Das vierte Quartal 2025 war mit gut 558.000 Einheiten das stärkste des Jahres.
Luxus als Margen-Treiber
Trotz der sinkenden Gesamtstückzahlen greift die Strategie, sich auf das obere Preissegment zu fokussieren. Die Sportwagenmarke Mercedes-AMG steigerte den Absatz um 7 Prozent, und die ikonische G-Klasse legte sogar um 23 Prozent zu – ein Rekordwert. Auch bei den Elektro-Vans verzeichnete das Unternehmen ein deutliches Wachstum von 46 Prozent.
Diese Verschiebung im Produktmix ist essenziell für die Bewertung der kommenden Finanzkennzahlen. Anleger hoffen, dass die höheren Margen der Luxusmodelle die Umsatzrückgänge durch das fehlende Volumen abfedern können. Die Aktie honorierte diese Hoffnung zuletzt mit einer Erholung von über 6 Prozent auf Wochensicht und notiert aktuell bei rund 60,95 Euro.
Fokus auf Kosteneffizienz
Neben dem Produktmix rückt die Kostenseite in den Mittelpunkt. Im dritten Quartal 2025 lag der Gewinn je Aktie mit 1,22 Euro noch deutlich unter den Vorjahreswerten. Um die Profitabilität zu sichern, hatte das Management beim Capital Market Day bereits angekündigt, die Produktionskosten bis 2027 um 10 Prozent senken zu wollen. Unterstützt wird der Aktienkurs zudem durch das laufende Rückkaufprogramm, über das seit November bereits über 8,5 Millionen Anteile vom Markt genommen wurden.
Für die Präsentation am kommenden Donnerstag liegt das Augenmerk der Marktteilnehmer daher nicht nur auf den nackten Zahlen des Vorjahres. Entscheidend wird sein, wie konkret der Vorstand die Fortschritte bei den Sparmaßnahmen beziffert und welchen Ausblick er für das Geschäftsjahr 2026 gibt. Gelingt es Mercedes-Benz, trotz China-Flaute die Profitabilität zu stabilisieren, könnte die jüngste Erholung der Aktie eine nachhaltige Basis finden.
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