Siemens Aktie: Innovationsdrang beflügelt!
Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers ist mit einem durchwachsenen Start ins neue Geschäftsjahr gestartet. Während die Bereiche Bildgebung und Strahlentherapie kräftig zulegen konnten, sorgt die Labordiagnostik für Kopfzerbrechen – besonders das China-Geschäft entwickelt sich deutlich schwächer als erhofft.
Im ersten Quartal der Monate Oktober bis Dezember sank der Konzernumsatz nominal um 1,5 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Das vergleichbare Wachstum lag bei 3,8 Prozent und damit unter den Analystenschätzungen von 4,3 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis fiel mit 809 Millionen Euro ebenfalls um 1,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahr, übertraf aber mit einer gehaltenen Marge von 15,0 Prozent die Erwartungen der Analysten.
Diagnostik-Sparte unter Druck
Der Umsatzrückgang in der Labortechnik fiel erheblich aus, vor allem in China. Die Diagnostik-Sparte erzielte im abgelaufenen Quartal nur noch eine Marge von 2,1 Prozent – nach 7,8 Prozent im Vorjahr. Verantwortlich dafür ist das von China eingeführte System der volumenbasierten Beschaffung von Labormaterialien, das seit dem dritten Quartal 2025 auf die Zahlen drückt.
Vorstandschef Bernd Montag räumte ein, dass es bei Diagnostics "eine tiefere Kerbe als erwartet" gegeben habe. Finanzvorstand Jochen Schmitz kündigte für das laufende zweite Quartal einen noch stärkeren Umsatzrückgang in der Sparte an – Grund sei das starke Vorjahresquartal, das als einziges Wachstum zeigte. Ab dem zweiten Halbjahr sollte der Abschwung aber überwunden sein.
Jahresprognose bestätigt
Trotz der Belastungen hält der DAX-Konzern an seiner Jahresprognose fest. Siemens Healthineers strebt ein organisches Wachstum von 5 bis 6 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro an. In der Mitte der Spanne wären das 9 Cent weniger als im abgelaufenen Jahr.
Schmitz betonte in der Quartalspressekonferenz: "Selbst wenn Diagnostics schlechter werden würde in unserer Annahme, was ich nicht sage, fühlen wir uns trotzdem mit unserem Ausblick wohl." Der CFO verwies auf die starken Leistungen in den beiden anderen Geschäftsfeldern Imaging und Precision Therapies.
Die Aktie reagierte dennoch positiv auf die Zahlen und legte vorbörslich um 1,8 Prozent zu. Besonders die bessere als erwartete operative Marge und die starke Book-To-Bill-Ratio, die das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz widerspiegelt, überzeugten Anleger. JPMorgan-Analyst David Adlington bezeichnete diese als "sehr stark".
Der Vorstand steht bei der Diagnostik-Sparte unter Erfolgsdruck. Einzelne Investoren verlangen eine Trennung von dem Geschäft. Montag machte klar: "Das ändert an unseren Überlegungen zu Diagnostics nichts." Erst nach einer Sanierung der Sparte will sich der Vorstand mit ihrer Zukunft befassen.
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