Mercedes-Benz steuert aktiv gegen die jüngste Kursschwäche. Während das Management massiv eigene Anteile vom Markt nimmt, um den Kurs technisch zu stützen, bekräftigen Analysten das fundamentale Aufwärtspotenzial des Autobauers. Kann die Kombination aus Finanzengineering und neuer Modelloffensive die Aktie wieder in die Spur bringen?

  • Rückkauf: Über 730.000 Aktien in einer Woche erworben
  • Analysten-Votum: JP Morgan sieht Kursziel bei 68 Euro
  • Produkt-Offensive: S-Klasse Facelift soll Margen sichern

Massive Stützungskäufe

Der Stuttgarter Automobilkonzern untermauert seine Zuversicht mit Kapital. Wie aus der aktuellen Pflichtmitteilung hervorgeht, kaufte das Unternehmen allein in der Woche vom 26. bis 30. Januar 732.480 eigene Aktien zurück. Die Transaktionen erfolgten zu Kursen zwischen 57,02 und 58,34 Euro.

Seit Beginn der aktuellen Tranche im November 2025 wurden somit über 8,5 Millionen Papiere vom Markt genommen. Diese Verknappung des Angebots wirkt als technischer Stabilisator für den Kurs, der aktuell bei 58,10 Euro notiert. Angesichts der Performance seit Jahresanfang von -6,18 Prozent ist diese Stütze für Anleger ein wichtiges Signal der Unternehmensführung.

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Analysten sehen Luft nach oben

Rückenwind erhält die Aktie zudem von der Wall Street. Die US-Großbank JP Morgan bestätigte am Montag ihre Kaufempfehlung („Buy“). Analyst Jose M. Asumendi hält an seinem Kursziel von 68,00 Euro fest, was vom aktuellen Niveau aus einem Potenzial von rund 17 Prozent entspricht.

Asumendi begründet seinen Optimismus vor allem mit der soliden Cashflow-Entwicklung und der disziplinierten Preisstrategie im Luxussegment. Trotz des Abstands von über 17 Prozent zum 52-Wochen-Hoch (70,10 Euro) sehen Experten die fundamentale Bewertung als attraktiv an, sofern die Margen stabil bleiben.

Strategischer Angriff mit der S-Klasse

Um diese Margen zu sichern und den Absatzvorsprung des Konkurrenten BMW aufzuholen, setzt Mercedes auf sein Flaggschiff. Die umfassend überarbeitete S-Klasse ist nun bestellbar und soll mit über 2.700 neuen Komponenten punkten.

Im Fokus stehen dabei nicht nur optische Retuschen wie der beleuchtete Kühlergrill, sondern vor allem technische Upgrades. Das neue MB.OS Betriebssystem und erweiterte Funktionen für das automatisierte Fahren (Level 3) sollen die Technologieführerschaft untermauern. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Jahresbilanz nachhaltig zu verbessern, wird sich am 12. Februar 2026 zeigen, wenn der Konzern voraussichtlich seine vorläufigen Jahresergebnisse für 2025 präsentiert.

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