Solide Absatzzahlen sorgen bei Mercedes-Benz derzeit nicht für die erhoffte Entlastung an der Börse. Während die Stuttgarter volumenmäßig ein starkes Finish im Jahr 2025 hinlegten, wächst am Markt die Sorge um die Profitabilität. Anleger fragen sich: Wurde der Absatzrekord im Schlussquartal durch zu teure Rabatte erkauft?

Die Lage im Überblick:
* Kursentwicklung: 58,82 € (-0,88 % am Freitag)
* Jahresperformance: -5,02 % seit Jahresanfang
* Absatz 2025: Rund 2,16 Millionen Fahrzeuge
* Nächster Termin: Jahrespressekonferenz am 12. Februar 2026

Analysten warnen vor Preisdruck

Trotz bestätigter Kaufempfehlungen dominiert Vorsicht das Marktgeschehen. Die US-Bank JPMorgan hält zwar am "Overweight"-Rating und einem Kursziel von 70 Euro fest, weist jedoch explizit auf erwarteten Margendruck im vierten Quartal hin. Der harte Wettbewerb zwingt Hersteller zu Preiszugeständnissen, die direkt an der Marge zehren.

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Auch die Bank of America bleibt mit einer "Neutral"-Einstufung und einem Kursziel von 63 Euro zurückhaltend. Marktbeobachter werten die aktuelle Kurschwäche als Indiz dafür, dass Investoren stabile Umsätze allein nicht mehr honorieren, solange die Ertragskraft im Elektro-Segment fraglich bleibt.

Volumen stimmt, Ertrag offen

Dabei liefern die operativen Daten eigentlich Rückenwind. Mit 558.400 Einheiten war das vierte Quartal das stärkste des abgelaufenen Jahres (+6 % gegenüber Q3). Besonders im lukrativen Top-End-Segment, etwa bei der G-Klasse, verzeichnete der Konzern Rekorde. Doch die Diskrepanz zwischen hohem Volumen und der unsicheren Gewinnsituation lastet schwer auf dem Papier.

Charttechnik: Wichtige Durchschnittslinie verloren

Diese Skepsis spiegelt sich deutlich im Chartbild wider. Mit einem aktuellen Kurs von 58,82 Euro notiert die Aktie unter dem psychologisch und technisch wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 60,25 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 70,10 Euro beträgt mittlerweile über 16 Prozent. Solange die Marke von 60 Euro nicht zurückerobert wird, behalten die Bären kurzfristig die Oberhand.

Klarheit über die tatsächliche Ertragskraft bringt erst die Jahrespressekonferenz am 12. Februar 2026. Bis die konkreten Finanzdaten auf dem Tisch liegen, bleibt die Aktie voraussichtlich in einer volatilen Seitwärtsbewegung zwischen solidem Absatz und Margensorgen gefangen.

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