Der australische Minenbetreiber Lynas Rare Earths meldet sich eindrucksvoll zurück. Dank Chinas Exportbeschränkungen und steigender Preise für Seltene Erden hat sich der Gewinn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 fast verdreizehnfacht. Doch trotz des massiven Wachstums bleibt ein Wermutstropfen: Die extrem hohen Erwartungen der Analysten konnte der Konzern nicht ganz erfüllen.

Zahlen im Detail

Unter dem Strich steht ein Nettogewinn von 80,2 Millionen AUD (ca. 57,1 Millionen US-Dollar). Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 5,9 Millionen AUD. Dieser massive Anstieg resultiert aus einer Kombination aus höherer Produktion und deutlich gestiegenen Verkaufspreisen. Dennoch hatten Marktforscher im Vorfeld die Messlatte hoch gelegt und mit einem Gewinn von über 112 Millionen AUD gerechnet. Dass diese Konsensschätzung verfehlt wurde, dämpfte die erste Euphorie leicht. Die Aktie, die seit Jahresanfang bereits um über 53 Prozent zugelegt hat, zeigt sich jedoch im langfristigen Trend robust.

Geopolitik als Preistreiber

Der wichtigste Motor für die Geschäftszahlen ist der Handelskonflikt mit China. Da Peking den Export strategischer Metalle als politisches Druckmittel nutzt und zuletzt Ausfuhren an japanische Technologieunternehmen blockierte, suchen westliche Industrien händeringend nach Alternativen. Lynas profitiert als einziger bedeutender Produzent von leichten und schweren Seltenen Erden außerhalb Chinas direkt von dieser Verknappung.

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Dies spiegelt sich in der Preisentwicklung wider: Der Preis für Neodym-Praseodym (NdPr), unverzichtbar für Hochleistungsmagnete, kletterte von 56 US-Dollar Ende 2024 auf 74 US-Dollar im Dezember. Aktuell liegt der Preis laut CEO Amanda Lacaze sogar schon bei über 111 US-Dollar pro Kilogramm.

Operative Hürden und Führungswechsel

Trotz der guten Marktposition läuft operativ nicht alles rund. Während die Erweiterung der Mine Mt Weld voranschreitet, kämpft die Anlage in Kalgoorlie mit einer instabilen Stromversorgung. Diese Engpässe beeinträchtigen die Konsistenz der Produktion und erfordern weitere Optimierungen.

Zudem steht das Unternehmen vor einer personellen Zäsur: CEO Amanda Lacaze, die Lynas über zwölf Jahre aufgebaut hat, wird Ende Juni in den Ruhestand gehen. Sie hinterlässt ein Unternehmen, das an der Börse inzwischen höher bewertet wird als die australische Fluggesellschaft Qantas und sich zunehmend vom reinen Rohstoffförderer zum Anbieter von High-Tech-Materialien wandelt.

Mit einer kürzlich abgeschlossenen Kapitalerhöhung über fast eine Milliarde AUD ist die Finanzierung für den weiteren Ausbau der Kapazitäten auf 5.000 Tonnen bei schweren Seltenen Erden gesichert. Angesichts der anhaltenden Bestrebungen der USA und Japans, ihre Lieferketten unabhängig von China zu machen, bleibt die strategische Bedeutung von Lynas für die westliche Industrie zentral.

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