Lynas Rare Earths Aktie: Erwarteter Aufschwung
Der australische Seltene-Erden-Produzent Lynas Rare Earths hat die Fluggesellschaft Qantas Airways bei der Marktkapitalisierung überholt – ein bemerkenswerter Rollentausch für ein Bergbauunternehmen, das nur einen Bruchteil der Gewinne der traditionsreichen Airline erwirtschaftet. Morgen folgen die mit Spannung erwarteten Halbjahreszahlen, während die Preise für Neodym und Praseodym auf Jahressicht fast verdoppelt haben.
Die strategische Prämie
Laut einem Bloomberg-Bericht vom 25. Februar ist Lynas trotz deutlich geringerer Gewinnerwartungen mittlerweile mehr wert als die australische Airline-Ikone. Während Analysten für Qantas einen Nettogewinn von rund 1,03 Milliarden australischen Dollar prognostizieren, liegt die Schätzung für Lynas bei nur 112 Millionen Dollar. Die höhere Bewertung reflektiert die strategische Bedeutung: Lynas ist einer von nur zwei großen Seltene-Erden-Produzenten außerhalb Chinas – und nach Einschätzung von Canaccord-Analyst Reg Spencer „der einzige, der tatsächlich Geld verdient".
Die Aktie legte seit Jahresbeginn um mehr als ein Drittel zu, während Qantas im selben Zeitraum lediglich zwei Prozent gewann.
Halbjahreszahlen als Lackmustest
Am Donnerstag, 26. Februar, veröffentlicht Lynas seine Ergebnisse für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2026. Analysten erwarten laut MarketBeat einen Gewinn von 0,0591 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 279,7 Millionen Dollar. Goldman Sachs und UBS hatten das Papier im November 2025 auf „Strong Buy" heraufgestuft, TD Securities folgte im Februar mit einem „Hold"-Rating. Der Konsens lautet „Kaufen".
Die Zahlen werden zeigen müssen, ob Lynas die gestiegenen Preise für Neodym und Praseodym – die Kernprodukte des Unternehmens für Permanentmagnete in E-Autos und Windturbinen – in nachhaltige Margenverbesserungen ummünzen kann. Die Marktpreise für NdPr kletterten auf 110 US-Dollar pro Kilogramm, nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Schwere Seltene Erden als Wachstumshebel
Parallel zum Preisanstieg bei leichten Seltenen Erden treibt Lynas die Expansion im Bereich der schweren Seltenen Erden voran. Die erweiterte Anlage in Malaysia läuft planmäßig, die erste Samarium-Produktion aus Mt-Weld-Material ist für April 2026 vorgesehen. Innerhalb von zwei Jahren soll die Anlage Samarium, Gadolinium, Dysprosium, Terbium, Yttrium und Lutetium separieren können.
Das Unternehmen plant, Abnahmeverträge für die neuen schweren Seltenen Erden mit Preisuntergrenzen auszuhandeln, wobei Kunden Vorrang erhalten, die 100 Prozent ihres Bedarfs bei Lynas decken. Die Elektronikindustrie wurde als besonders attraktives Preissegment hervorgehoben.
Führungswechsel und operative Herausforderungen
CEO Amanda Lacaze wird zum 30. Juni 2026 in den Ruhestand treten, der Vorstand sucht nach internen und externen Kandidaten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Lynas zwar einen Bruttoumsatz von 201,9 Millionen australischen Dollar – ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr – doch die Produktion von Seltenen-Erden-Oxiden fiel um neun Prozent auf 2.382 Tonnen. Verantwortlich waren Stromausfälle in Kalgoorlie und geplante Wartungsarbeiten in Malaysia.
Die morgigen Halbjahreszahlen werden offenlegen, ob das Zusammenspiel aus gestiegenen Preisen, sich erholenden Produktionsmengen und Kosteneffizienz die Premium-Bewertung rechtfertigt.
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