Die österreichische Voestalpine schreibt ein bemerkenswertes Comeback. Nach Jahren der Belastung durch schwache Automärkte und Stahlpreisverfall erreichte die Aktie Ende Februar ein 5-Jahres-Hoch bei 48,86 Euro. Der Konzern punktet mit starken Quartalszahlen, einem massiven Schuldenabbau und profitiert von neuen EU-Handelsregeln, die Billigimporte verteuern.

Gewinn verdreifacht, Schulden auf Rekordtief

Die Zahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2025/26 zeigen eine klare Trendwende: Das EBIT kletterte um ein Fünftel auf 473 Millionen Euro, der Nettogewinn legte um ein Viertel auf 259 Millionen Euro zu. Allein im dritten Quartal verdreifachte sich der Gewinn auf knapp 60 Millionen Euro.

Noch beeindruckender entwickelt sich die Bilanz. Die Nettofinanzverschuldung sank um 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der Verschuldungsgrad erreichte mit 19,5 Prozent den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten – ein Signal, das bei Investoren gut ankommt.

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EU-Handelsregeln als struktureller Vorteil

Seit Jahresbeginn 2026 greifen neue Regeln: Stahlimporteure müssen CO₂-Zertifikate zum EU-Preisniveau erwerben, was Drittlandsware deutlich verteuert. Ab Juli halbiert Brüssel die Einfuhrmengen zusätzlich auf 18,3 Millionen Tonnen. Voestalpine profitiert direkt von diesem Protektionismus – die Wettbewerbsposition europäischer Hersteller verbessert sich spürbar.

Die Diversifizierung zahlt sich aus: Während Railway Systems und Aerospace weiterhin stark laufen, stabilisieren sich Bau- und Maschinenbau auf niedrigem Niveau. Die Automobilsparte bleibt schwach, doch neue Aufträge wie die Belieferung des BYD-Werks in Ungarn ab Herbst 2025 schaffen Perspektiven.

Analysten erhöhen Kursziele

JPMorgan hob das Kursziel auf 50 Euro an, die Deutsche Bank schraubte ihre Prognose auf 57 Euro hoch. Barclays bekräftigte die "Overweight"-Einstufung. Die Kombination aus verbesserter Profitabilität und historisch niedriger Verschuldung überzeugt die Experten.

Seit dem Tief bei knapp 20 Euro im April 2025 hat sich die Aktie mehr als verdoppelt. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mitte April 2025 brachte über 127 Prozent Kursgewinn. Ob das Momentum anhält, hängt maßgeblich von der Entwicklung der europäischen Automobilindustrie ab – der größten Unsicherheit im Ausblick.

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