Siemens Healthineers Aktie: Doppelte Offensive
Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen sendet der Medizintechnik-Konzern zwei wichtige operative Signale an den Markt. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn schwächelt, schafft das Management Fakten in den USA und Europa. Können die jüngste FDA-Zulassung und der Ausbau der Forschungskapazitäten die Stimmung der Anleger vor dem wichtigen Termin am 5. Februar aufhellen?
- US-Markt: FDA-Freigabe für „Biograph One“ erteilt
- Expansion: Neues F&E-Zentrum in Irland eröffnet
- Termin: Q1-Zahlen folgen am kommenden Donnerstag
Grünes Licht aus den USA
Nur wenige Tage vor dem Finanzbericht konnte Siemens Healthineers einen regulatorischen Erfolg im wichtigsten Gesundheitsmarkt der Welt verbuchen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte am 29. Januar die Zulassung für den „Biograph One“. Dabei handelt es sich um ein PET/MR-System der zweiten Generation, das die gleichzeitige Darstellung von Organlage, Funktion und Zellstoffwechsel ermöglicht.
Strategisch zielt diese Technologie auf den Bereich der Theranostik ab. Diese Verknüpfung von Diagnostik und Therapie gewinnt besonders in der personalisierten Krebsbehandlung an Bedeutung. Mit der Freigabe positioniert sich das Unternehmen stärker in einem Wachstumsfeld, das auch Anwendungen bei neurodegenerativen Erkrankungen abdeckt.
Investition in die Diagnostik
Parallel zur US-Zulassung stärkt der Konzern seine Präsenz in Europa. Am Freitag eröffnete Siemens Healthineers offiziell ein neues Forschungszentrum im irischen Swords. Mehr als 10 Millionen Euro flossen in den Standort, der sich auf die Entwicklung von Immunoassay-Instrumenten konzentriert. Diese kommen vor allem bei der Erkennung von Infektionskrankheiten und Blutstörungen zum Einsatz.
Die Investition ist Teil eines langfristigen Plans, die Innovationskraft im Diagnostik-Sektor zu sichern. Das Segment steht unter besonderer Beobachtung der Investoren, weshalb der Ausbau der Kapazitäten als Bekenntnis zum Standort und zur Sparte gewertet werden kann.
Nervosität vor dem Zahlenwerk
Die operativen Fortschritte treffen auf eine angespannte charttechnische Lage. Mit einem Schlusskurs von 42,17 Euro notiert die Aktie nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 40,85 Euro. Auf Jahressicht (YTD) steht ein Minus von rund 4,5 Prozent zu Buche, während der Titel über die letzten zwölf Monate sogar über 23 Prozent an Wert einbüßte.
Diese Diskrepanz zwischen operativer Weiterentwicklung und Börsenperformance erhöht die Spannung für die kommende Woche. Marktteilnehmer werden genau prüfen, ob die neuen Produkte und Standorte ausreichen, um das Wachstumsmomentum wieder zu beschleunigen.
Am 5. Februar wird sich zeigen, wie sich diese strategischen Weichenstellungen in der kurzfristigen Prognose niederschlagen. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausblick für das Imaging-Segment nach der US-Zulassung sowie der Margenentwicklung in der Diagnostik-Sparte. Erst wenn hier überzeugende Daten geliefert werden, könnte sich der Boden bei der Aktie festigen.
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