Lynas Aktie: US-Sorgen belasten
Die Aktie von Lynas Rare Earths gerät heute an der Australian Securities Exchange deutlich unter Druck. Das Papier verliert im Tagesverlauf über 8 % und fällt klar unter den Vortagesschluss von 16,20 AUD. Auslöser sind Spekulationen um eine mögliche Kehrtwende der US-Regierung bei der Unterstützung kritischer Rohstoffe.
US-Politik als Belastungsfaktor
Im Mittelpunkt stehen unbestätigte Berichte zur US-Handelspolitik. Demnach könnte die Trump-Regierung geplante Mindestpreise für kritische Mineralien wieder streichen.
Konkret hatte das US-Verteidigungsministerium im Juli 2025 angekündigt, einen Preisuntergrenze von 110 USD je Kilogramm für Neodym-Praseodym (NdPr) einzuführen. Ziel war es, Lieferketten außerhalb Chinas zu sichern und westliche Produzenten zu stützen.
Die nun diskutierte Abkehr von diesem Instrument sorgt für:
- erhöhte Unsicherheit im gesamten Sektor
- den Wegfall eines wichtigen Bewertungsankers
- die Neubewertung politischer Risiken durch Investoren
Die heutige Kursreaktion spiegelt damit vor allem politischen Gegenwind wider, nicht eine plötzliche Verschlechterung der Nachfrage nach Seltenen Erden.
Breiter Druck im Sektor der Seltenen Erden
Lynas ist nicht allein von der Stimmungsschwäche betroffen. Der gesamte australische Seltene-Erden-Sektor verzeichnet heute deutliche Abschläge:
- Lynas Rare Earths: rund –8,2 % im Tagesverlauf
- Iluka Resources: mehr als –14 %, zusätzlich belastet durch eine Wertberichtigung vor Steuern von 565 Mio. AUD
- Meteoric Resources: etwa –11 %
- Arafura Rare Earths: rund –6 %
Der parallele Rückgang zeigt die hohe Abhängigkeit der Branche von politischen Rahmenbedingungen. Zwar bleibt der strukturelle Bedarf nach Seltenen Erden für Elektrofahrzeuge und Verteidigungsanwendungen bestehen, doch der mögliche Wegfall künstlicher Preisstützen setzt die Umsatz- und Margenerwartungen neu unter Druck.
Fundamentaldaten bleiben stabil
Im Gegensatz zur nervösen Marktreaktion präsentieren sich die jüngsten operativen Kennzahlen von Lynas solide. Im Quartal bis zum 31. Dezember 2025 erzielte das Unternehmen einen Bruttoumsatz von 201,9 Mio. AUD, nach 200,2 Mio. AUD im Vorquartal.
Weitere Eckdaten aus dem Bericht:
- durchschnittlicher Verkaufspreis: 85,60 AUD je Kilogramm
- Produktion: 2.382 Tonnen Total Rare Earth Oxides (TREO)
- liquide Mittel: rund 1,03 Mrd. AUD
Diese Zahlen unterstreichen, dass das operative Geschäft weiterläuft, während vor allem die politische Komponente neu eingepreist wird.
Ausblick auf die nächsten Schritte
Der Markt kalkuliert derzeit ein Szenario, in dem die US-Unterstützung für NdPr vollständig entfällt. Solange keine offizielle Stellungnahme aus Washington zur Zukunft der Preisuntergrenzen vorliegt, ist mit anhaltend hoher Schwankungsbreite zu rechnen.
Der deutliche Abschlag der Lynas-Aktie spiegelt dabei vor allem den Abbau eines politischen Aufschlags wider, der sich seit der ursprünglichen US-Ankündigung Mitte 2025 im Kurs aufgebaut hatte. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden nun die formale Entscheidung der US-Regierung zur Preisuntergrenze und mögliche Anschlussmaßnahmen zur Unterstützung der Lieferketten für Seltene Erden sein.
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