Lufthansa Aktie: Zerreißprobe im Flugbetrieb
Die Lufthansa hat das vergangene Jahr mit einem operativen Rekordgewinn von zwei Milliarden Euro abgeschlossen. Pünktlich zur Vorbereitung auf die lukrative Sommersaison sieht sich der Kranich-Konzern nun mit einer massiven operativen Belastungsprobe konfrontiert. Neben einer drohenden Arbeitsniederlegung des Kabinenpersonals zwingen externe Streiks und Kapazitätsengpässe im Nahen Osten zu weitreichenden Flugstreichungen.
Tarifkonflikte und externe Ausfälle
Die Gewerkschaft UFO hat am Dienstag eine Urabstimmung für das Kabinenpersonal der Kernmarke sowie der Regionaltochter CityLine eingeleitet. Bis zum 27. März entscheiden die Mitglieder über mögliche Arbeitskämpfe. Hintergrund sind festgefahrene Verhandlungen zum Manteltarif und die ungewisse Zukunft von rund 800 CityLine-Beschäftigten, da der Flugbetrieb der Tochtergesellschaft im kommenden Jahr enden soll.
Parallel dazu zwingt ein Verdi-Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER die Betreiber, den regulären Passagierbetrieb am Mittwoch komplett einzustellen. Davon sind allein 445 Flugbewegungen mit etwa 57.000 Passagieren betroffen. Leichte Entspannung deutet sich hingegen im Cockpit an: Die Pilotengewerkschaft prüft derzeit ein neues Angebot des Vorstands, das durch die Umwandlung der Übergangsversorgung eine Erhöhung der Betriebsrenten um bis zu 50 Prozent in Aussicht stellt.
Geopolitik bremst Langstrecken
Abseits der internen Tarifauseinandersetzungen belasten externe Faktoren den Flugplan. Wegen behördlich angeordneter Kapazitätsreduzierungen an den Flughäfen in Dubai muss die gesamte Lufthansa Group ihre Verbindungen dorthin bis zum 28. März aussetzen. Um die anhaltend hohe Nachfrage nach Nonstop-Langstreckenflügen aufzufangen, plant das Management aktuell eine Aufstockung der Frequenzen in Richtung Asien und Südafrika.
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Fundamentaldaten federn Druck ab
Finanziell steht das Unternehmen dieser komplexen Gemengelage robust gegenüber. Der Umsatz kletterte 2025 auf 39,6 Milliarden Euro, während die neu integrierte ITA Airways auf Anhieb 90 Millionen Euro zum Ergebnis beisteuerte. Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung am 12. Mai eine auf 0,33 Euro erhöhte Dividende erhalten.
Am Aktienmarkt hinterlassen die operativen Störfeuer dennoch Spuren. Mit einem aktuellen Kurs von 7,91 Euro verzeichnet das Papier auf 30-Tage-Sicht ein Minus von 14,5 Prozent und notiert damit spürbar unter der 50-Tage-Linie.
Das anvisierte Turnaround-Programm soll im laufenden Jahr einen positiven Ergebniseffekt von 1,5 Milliarden Euro erzielen. Die Realisierung dieses Ziels hängt unmittelbar davon ab, ob das Management die laufenden Tarifkonflikte vor dem Start des Sommerflugplans beilegen und weitere Streiks abwenden kann.
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