Die Lufthansa Aktie hat eine turbulente Woche hinter sich. Während das Management mit einer großangelegten Technologie-Partnerschaft die Weichen für die Zukunft stellt, dominieren kurzfristig operative Probleme und geopolitische Spannungen das Geschehen. Anleger stehen vor der Herausforderung, die strategische Aufwertung gegen die unmittelbaren Belastungen durch steigende Kosten und drohende Tarifkonflikte abzuwägen.

Die Fakten im Überblick:
* Kursentwicklung: Verlust von 5,61 % auf Wochensicht; Schlusskurs bei 8,37 €.
* Operative Hürden: Flugstopp nach Teheran und teure Umwege.
* Analysten-Echo: Barclays stuft auf "Underweight" herab, Deutsche Bank bleibt neutral.
* Strategie: Flottenweites High-Speed-WLAN ab Ende 2026.

Teure Umwege und operative Dämpfer

Die jüngste Korrektur der Aktie, die mittlerweile rund 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Dezember notiert, ist fundamental begründbar. Geopolitische Spannungen zwingen den Konzern zu kostspieligen Maßnahmen: Die Aussetzung der Flüge nach Teheran bis Ende Januar und das weiträumige Umfliegen des iranischen Luftraums treiben die Treibstoffkosten in die Höhe. Diese ungeplanten Mehrausgaben dürften das Ergebnis des laufenden Quartals spürbar belasten.

Hinzu kommen wetterbedingte Komplikationen bei der Konzerntochter Swiss. Aus Sicherheitsgründen können Crews teilweise nicht vor Ort übernachten, was zu ausgedünnten Flugplänen und komplexen Umlaufplänen führt. Diese operativen Reibungsverluste drücken auf die Marge, was sich auch im Kurs widerspiegelt, der am Freitag bei 8,37 € aus dem Handel ging.

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Analysten uneins über die Richtung

Die Bewertung der Lage fällt am Markt gemischt aus. Die britische Investmentbank Barclays sorgte mit einer Herabstufung auf "Underweight" für Verunsicherung. Die Analysten verweisen auf Währungsrisiken durch den US-Dollar und eine unsichere Entwicklung auf den für Lufthansa essenziellen Nordatlantikrouten.

Andere Experten bewerten die Situation weniger pessimistisch. Bernstein Research bestätigte das "Market-Perform"-Rating und betrachtet die Nachfrageschwäche im Transatlantik-Geschäft als temporäres Phänomen. Auch die Deutsche Bank sieht Potenzial und hob das Kursziel auf 8,60 Euro an, wenngleich sie beim Votum "Hold" verbleibt. Die Société Générale sieht in dem aktuellen Niveau sogar das mögliche Ende der Korrekturphase.

Investition in die Wettbewerbsfähigkeit

Trotz des Kostendrucks wagt das Management den Angriff nach vorne. Um im harten Wettbewerb mit den Airlines aus dem Nahen Osten und den USA nicht den Anschluss zu verlieren, wird die gesamte Flotte von rund 850 Flugzeugen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 mit Starlink-Technologie ausgestattet. Marktbeobachter werten die Einführung von High-Speed-WLAN als längst überfälligen Schritt zur Verbesserung des Produktangebots, auch wenn diese Investitionen zunächst Liquidität binden.

Drohender Tarifkonflikt

Ein weiterer Risikofaktor lauert im eigenen Haus. Die Gewerkschaft Verdi fordert deutliche Lohnsteigerungen für rund 20.000 Bodenbeschäftigte. Angesichts der bereits angespannten Kostensituation durch Treibstoff und Umwege könnte ein harter Arbeitskampf das operative Geschäft empfindlich treffen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine Einigung ohne Streiks möglich ist oder ob der Kranich-Airline weitere Belastungen bevorstehen.

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