Die militärische Eskalation im Nahen Osten setzt der Lufthansa massiv zu. Nach den koordinierten Angriffen der USA und Israels auf den Iran am Samstag brach die Aktie im vorbörslichen Handel am Montag um fast zehn Prozent ein. Für die Fluggesellschaft bedeutet das einen weiteren Rückschlag im Rennen um eine mögliche DAX-Rückkehr.

Flugverkehr bis 8. März weitgehend eingestellt

Die Lufthansa Group hat umfangreiche Streichungen angekündigt. Bis einschließlich 8. März entfallen sämtliche Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran. Auch die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran werden in diesem Zeitraum nicht überflogen. Dubai-Verbindungen sind bis 4. März ausgesetzt.

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Betroffene Passagiere können ihre Tickets vollständig rückerstatten lassen oder kostenfrei umbuchen. Diese Regelung gilt auch für Reisende mit ursprünglichem Flugdatum bis 15. März, deren Verbindungen noch nicht annulliert wurden. Die Lufthansa betont, in engem Austausch mit den Behörden zu stehen und den regulären Flugbetrieb wieder aufzunehmen, sobald die Rahmenbedingungen dies zulassen.

Mehrfachbelastung drückt auf die Profitabilität

Die Situation trifft die Airline zu einem ungünstigen Zeitpunkt. JPMorgan-Analyst Harry Gowers warnt vor mehreren negativen Faktoren: Neben den direkten Flugstreichungen und operativen Behinderungen belasten auch die stark gestiegenen Ölpreise die Profitabilität. Nach der Iran-Eskalation legten die Rohölnotierungen erwartungsgemäß kräftig zu. Zudem dürfte die Nachfrage zumindest kurzfristig sinken, wenn Reisende verunsichert sind.

Die Dynamik der Lage macht Planungen schwierig. Der Konzern weist darauf hin, dass sich Flugpläne kurzfristig ändern können. Auch der Berliner Flughafen BER meldet keinerlei Verbindungen in die Region – weder Abflüge noch Ankünfte. In Dubai ist der Luftverkehr aktuell komplett ausgesetzt. Gowers hält in diesem Umfeld Wettbewerber Ryanair für ein vergleichsweise defensiveres Investment.

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