Lufthansa Aktie: Nahost-Krise trifft hart
Weiträumige Luftraumsperrungen zwingen Lufthansa zu massiven Flugausfällen im gesamten Nahen Osten. Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran vom 28. Februar hat die Region praktisch unpassierbar gemacht – mit direkten Folgen für die Aktie, die am Freitag über 3,6 Prozent einbüßte.
Flugbetrieb bis 7. März weitgehend eingestellt
Der Konzern hat alle Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran bis einschließlich 7. März ausgesetzt. Auch die Drehkreuze Dubai und Abu Dhabi bleiben bis Sonntagabend unerreichbar. Darüber hinaus meidet Lufthansa die Lufträume über Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran und Katar komplett – eine Maßnahme, die weit über die gestrichenen Direktflüge hinausgeht und auch andere Routen verteuert.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) warnt ausdrücklich vor Überflügen der betroffenen Zonen. Mehrere Staaten haben ihre Lufträume geschlossen oder stark eingeschränkt. Für Airlines bedeutet das nicht nur Planungschaos, sondern auch höhere Kosten: Umwege verlängern Flugzeiten, treiben den Kerosinverbrauch nach oben und erschweren die Flugzeugrotation.
Branchenweiter Ausverkauf
Die gesamte europäische Luftfahrt stand am Freitag unter Druck. Air France-KLM verlor 6,2 Prozent, Easyjet gab 3,3 Prozent ab, selbst Ryanair büßte 1,5 Prozent ein. Lufthansa schloss bei 9,04 Euro und damit knapp fünf Prozent unter dem erst Anfang Februar erreichten Jahreshoch von 9,50 Euro.
Betroffene Passagiere können kostenfrei umbuchen oder erhalten ihr Geld zurück – doch den finanziellen Schaden für die Airline dürfte das kaum mindern.
Earnings-Termin rückt näher
Am 6. März legt Lufthansa ihre Quartalszahlen vor. Anleger hatten zuletzt ohnehin Bedenken wegen schwachen Cashflows und hoher Nettoverschuldung geäußert. Die aktuellen Flugausfälle dürften den Margendruck weiter verschärfen – gerade in einer Phase, in der sich der Konzern eigentlich von den Corona-Belastungen erholen wollte.
Ob die Verbindungen ab dem 8. März wieder aufgenommen werden können, hängt von der Sicherheitslage ab. Luftfahrtexperten rechnen damit, dass die Sperrungen noch länger bestehen bleiben. Für Lufthansa bleibt damit operative Unsicherheit der dominierende Faktor – und das ausgerechnet in der wichtigen Phase vor dem Quartalsbericht.
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