Lufthansa Aktie: Treueprogramm hakt
Miles & More ist für Lufthansa mehr als ein Bonusprogramm – es ist ein Bindeglied zu besonders wertvollen Stammkunden. Umso unangenehmer, dass ausgerechnet der Wechsel des Kreditkartenpartners gerade holprig wirkt. Kann der Konzern die Reibungen schnell genug glätten, ohne dass das Vertrauen leidet?
Miles & More: Partnerwechsel sorgt für Frust
Im Mittelpunkt steht der Übergang des Miles-&-More-Kreditkartenportfolios von der DKB zur Deutschen Bank. Für eine „substanziell sechsstellige“ Nutzerbasis in Deutschland entsteht Zeitdruck: Die bisherigen DKB-Karten verlieren spätestens am 30. April 2026 ihre Gültigkeit.
Für Kritik sorgen vor allem zwei Punkte: Bürokratie und Technik. Im Rahmen der „Know Your Customer“-Prüfung (KYC) verlangt die Deutsche Bank eine erneute Legitimierung sowie detaillierte Angaben zu Einkünften und Vermögen. Dazu kommen Berichte über Probleme bei App-Integration und Apple Pay sowie überlastete Service-Kanäle.
Auch die anfänglichen Kreditrahmen waren ein Reizthema. Viele Stammkunden bekamen zunächst ein Standardlimit von 2.500 Euro. Nach deutlicher Kritik wurde dieses Limit in vielen Fällen inzwischen auf 5.000 Euro angehoben. Um den Wechsel anzuschieben, lockt Miles & More noch bis 15. Februar 2026 mit Prämien von bis zu 6.000 Meilen und 40 Status-Points. Laut Unternehmensangaben hat ein „signifikanter Anteil“ den Wechsel bereits vollzogen.
Wichtige Fakten im Überblick
- DKB-Karten gültig bis spätestens: 30. April 2026
- Wechselprämien bis: 15. Februar 2026
- Kreditlimit: zuerst teils 2.500 Euro, inzwischen oft 5.000 Euro
- Nutzerbasis: „substanziell sechsstellige“ Zahl in Deutschland
A380: Business-Class-Upgrade läuft an
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Abseits des Kundenmanagements treibt Lufthansa die Modernisierung der Langstreckenflotte voran. In den Airbus A380 startet das Retrofit der Business Class: Statt des bisherigen 2-2-2-Layouts soll ein 1-2-1-Layout kommen – mit direktem Gangzugang für jeden Platz. Verbaut werden Sitze des Typs „Vantage“ von Thompson Aero.
Das erste umgerüstete Flugzeug soll im April 2026 wieder in den Linienbetrieb gehen. Die acht A380 sollen bis Mitte 2027 vollständig modernisiert sein. Die Business-Class-Kapazität sinkt dabei von 78 auf 68 Plätze – der Fokus liegt klar auf höherer Produktqualität.
Aktie bleibt stabil – trotz Gegenwind im Alltag
Am Markt zeigte sich das Papier zuletzt erstaunlich unbeeindruckt von den negativen Schlagzeilen rund um den Kartenwechsel. Der Kurs liegt heute bei 8,85 Euro (Tagesveränderung: -0,05%) und damit weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,60 Euro. Auf 12 Monate gerechnet steht ein Plus von 41,48% zu Buche, das 52‑Wochen‑Hoch bei 10,20 Euro ist allerdings noch ein Stück entfernt.
Konkrete operative Meilensteine sind klar terminiert: Bis 15. Februar läuft die Wechselprämie im Treueprogramm, ab April soll der erste A380 mit neuer Business Class wieder fliegen – und bis Mitte 2027 soll die komplette Teilflotte umgerüstet sein.
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