Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen erhält der Tech-Gigant frischen Rückenwind von der Analystenseite. Während der Markt gespannt auf den Bericht am Donnerstag blickt, sorgt vor allem ein wichtiger KI-Partner für steigende Kursziele. Ist die Wachstumsstory der Cloud-Sparte intakt?

Kursziel steigt dank KI-Allianz

Die Investmentbank Citizens JMP schraubte am Montag das Kursziel für Amazon von 300 auf 315 US-Dollar nach oben und bestätigte das Rating "Market Outperform". Treibende Kraft hinter dieser Aufwertung ist die Entwicklung bei Amazon-Partner Anthropic. Berichten zufolge hob das KI-Unternehmen seine interne Umsatzprognose für 2026 auf mindestens 17 Milliarden US-Dollar an, für 2027 werden sogar über 46 Milliarden US-Dollar anvisiert.

Da Amazon Web Services (AWS) als primärer Cloud-Infrastruktur-Partner fungiert, profitiert der Konzern direkt von diesem Wachstum. Die Analysten erwarten, dass die prognostizierten Ausgaben für Training und Inferenz – geschätzt über 19 Milliarden US-Dollar allein in 2026 – unmittelbar in die Umsätze von AWS fließen werden. Auch Jefferies bestätigte am Montag die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 300 US-Dollar und verwies auf den starken Auftragsbestand der Cloud-Sparte, der Wachstumsraten im mittleren 20-Prozent-Bereich nahelegt.

Hohe Erwartungen an den Donnerstag

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Der Blick der Investoren richtet sich nun auf den kommenden Donnerstag, den 5. Februar, wenn Amazon die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegt. Der Marktkonsens rechnet mit einem Umsatz von rund 211,3 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Beim Gewinn je Aktie liegen die Erwartungen zwischen 1,96 und 1,97 US-Dollar. Neben den reinen Zahlen dürfte die operative Marge von AWS im Jahresvergleich besonders kritisch beäugt werden.

Harter Sparkurs stützt Margen

CEO Andy Jassy hält unterdessen an seinem strikten Profitabilitätskurs fest. Ende Januar kündigte das Unternehmen die Streichung von 16.000 Stellen in der Verwaltung an, um Managementebenen zu straffen und die Agilität zu erhöhen. Parallel dazu wird das physische Einzelhandelsgeschäft neu justiert: Amazon Go und Fresh-Standorte werden zugunsten der Expansion von Whole Foods Market geschlossen.

Marktbeobachter werten diese Kostendisziplin trotz Kritik von Arbeitnehmervertretern als wichtigen Faktor zur Stabilisierung der Margen. Mit einem aktuellen Kurs von rund 239,30 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von 2,56 Billionen US-Dollar geht die Aktie gestärkt in die Woche der Wahrheit. Ob das Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich am Donnerstagabend nach Börsenschluss zeigen.

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